Laichkraut bleibt weiter ein Problem

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Eine Spezialfirma versuchte vor Wochen, dem wuchernden Laichkraut im Schafwaschener Winkel Herr zu werden. Die Aktion war aber nicht so erfolgreich, wie es sich die Gemeinde Rimsting erhofft hatte.

Rimsting - Im Schafwaschener Winkel wuchert heuer das Laichkraut, zum Leidwesen der Bootsbesitzer und Badegäste. Mähversuche brachten bisher nicht den erhofften Erfolg.

Mit einem behördlichen und zusätzlich einem privaten Mähboot war die Gemeinde Rimsting den Wasserpflanzen zu Leibe gerückt. Allerdings brachte dies nicht den erhofften Erfolg.

Der starke Bewuchs mit Laichkraut im Schafwaschener Winkel beschäftigte auch wieder den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Nachdem die Bekämpfung der wuchernden Pflanzen mit der "Seekuh", wie das Mähboot des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein genannt wird, und zusätzlich dem Spezialboot einer Privatfirma nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe, sei das Mähgerät des Wasserwirtschaftsamtes wieder eingesetzt worden, berichtete Bürgermeister Josef Mayer.

Einen Vorschlag zur Verminderung des Bewuchses unterbreitete Dr. Fritz Hornschuch (UWG) dem Gremium. So habe ihm der Maschinenführer des erstmals eingesetzten privaten Mähgerätes erklärt, dass dieses für diese Aktion nicht geeignet gewesen sei. Bei den üblichen Einsätzen des Unternehmens fahre ein Mähboot voraus, das die Pflanzen am Grund ausreiße. Diese würden dann von einem zweiten Boot eingesammelt. Hornschuch schränkte aber auch ein, dass eine solche Bearbeitung des Seebodens sicher nicht erlaubt werde.

Aber das Kraut lasse sich nach seiner Erfahrung sehr leicht ausreißen. Er schlug vor, die Arbeitsplattform einer Rimstinger Firma auszuleihen. Mit vier bis fünf Insassen der Justizvollzugsanstalt Bernau sollte am Seglerhafen sowie an der Strandanlage mit einem langen Rechen eine Mähaktion per Hand durchgeführt werden, regte Hornschuch an.

Bürgermeister Mayer sagte dazu, dass der Einsatz des privaten Mähgerätes offensichtlich nicht optimal gewesen sei. Trotzdem sei diese "Seekuh" zwei Wochen lang im Schafwaschener Winkel unterwegs gewesen und der Staat habe hierbei 20000 bis 30000 Euro investiert. Bei einer eigenen Aktion müsste die Gemeinde die Kosten selbst tragen, gab der Bürgermeister zu bedenken.

Mehrere Gemeinderäte waren der Meinung, dass es im Hinblick auf den Tourismus und die Liegeplatzgebühren, die bezahlt werden, durchaus Aufgabe der Gemeinde sein könne, hier tätig zu werden. Dem hielt Mayer entgegen, dass die Gemeinde schließlich rund 30000 Euro Seenutzungsgebühren an den Freistaat bezahle, besonders für die Liegeplätze der Boote. Der Bürgermeister berichtete von bereits erfolgten Überlegungen, im Winter einen "runden Tisch" einzuberufen, um gemeinsam mit den Behörden das Thema zu erörtern und nach Lösungen zu suchen.

Zur Anregung aus dem Gemeinderat, die Angelegenheit auf der Ebene des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee weiter zu verfolgen, erklärte Mayer, dass nicht alle Chiemseegemeinden betroffen seien. So gebe es beispielsweise in Breitbrunn keinerlei Probleme mit dem Krautbewuchs im Chiemsee.

th/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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