Ausstellung im Naturpavillon in Übersee eröffnet

Sommerausstellung im Naturpavillon eröffnet

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Der "Klima-Frühstückstisch" zeigt empfohlene und nicht empfohlene Zutaten, deren Herstellung und Handel wenig beziehungsweise viel Energie erfordert.

Übersee - Der Naturpavillon in Übersee hat seinen Winterschlaf beendet. Eben eröffnete die Sommerausstellung "Lebensmittel: Regional - eine gute Wahl auch fürs Klima".

Der Naturpavillon in Übersee hat seinen Winterschlaf beendet. Im Rahmen des traditionellen Maimarktes ist dort die Sommerausstellung "Lebensmittel: Regional - eine gute Wahl auch fürs Klima" eröffnet worden. Bis September wird dort kleinen und großen Besuchern der Zusammenhang von Essen und Klimaschutz nähergebracht. Was auf den Tisch kommt, beeinflusst Treibhausgase und Klimawandel. Wie groß dieser Einfluss ist und wie jeder das verändern kann, das will die neue Ausstellung bewusst machen.

Der erste Teil ist eine Wanderausstellung des bayerischen Umweltministeriums. Sie stellt die Ernährungsweisen in punkto Energieaufwand für die Erzeugung, die Verarbeitung und den Handel gegenüber. Verglichen wird auch der Unterglas- und der Freilandanbau.

Die Zahlen belegen, dass die Ernährung in Deutschland allein 20 Prozent des gesamten Energiebedarfs schluckt, nach dem Wohnen mit 32 Prozent. Eine Reduzierung kann nur erreicht werden, wenn die Verbraucher ihr Konsumverhalten ändern und mehr regionale Lebensmittel kaufen, auf saisonales Gemüse und Obst zurückgreifen, mehr pflanzliche und weniger tierische Produkte sowie mehr frische als tief gefrorene Nahrungsmittel verzehren.

Der zweite, von Naturpavillon-Leiterin Martina Mitterer konzipierte Teil der Ausstellung zeigt unter anderem einen "Klima-Frühstückstisch" mit empfohlenen und nicht empfohlenen Zutaten. "Es muss ja nicht immer die Mango-Marmelade mit Früchten aus Brasilien sein", sagt Mitterer in Anspielung auf den energieverbrauchenden, weiten Transportweg.

Neben dem Film "An Boden verlieren" mit Beispielen zum Ausstellungsthema kann man sich auch über den "ökologischen Fußabdruck" informieren. Er ist ein Maß dafür, wie sich Verhalten und Konsum des einzelnen Menschen auf die Umwelt auswirken. Er gibt auch an, wie viel Fläche benötigt wird, um die natürlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die jeder Mensch verbraucht. Wenn man den ökologischen Fußabdruck - die Maßeinheit ist "globaler Hektar" (gha) - vom afrikanischen Malawi von 0,1 gha mit dem von Deutschland (5,1 gha) vergleicht, lässt sich beweisen, dass der Deutsche auf Kosten anderer lebt.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Samstag von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Gruppen und Schulklassen können auch vormittags mit Martina Mitterer einen Termin ausmachen (Telefon 08042/1551).

vd/Cheimgau-Zeitung

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