Die letzte Bank in Gstadt macht zu

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In dieser Nische im Haus des Gastes, die verschlossen wird, soll der neue Geldautomat Platz finden.

Gstadt/Gollenshausen - Die letzte Bankfiliale in der Gemeinde Gstadt schließt am 30. September. Als Ersatz für die Geschäftsstelle im Haus des Gastes entsteht auf der Straßenseite des Gebäudes ein Geldautomat mit Kontoauszugsdrucker.

Der Gemeinderat gab in der jüngsten Sitzung im Gemeindehaus Gollenshausen "grünes Licht" für den Einbau eines Geldautomaten mit Kontoauszugsdrucker im Haus des Gastes.

Nachdem schon vor längerer Zeit die Bankfiliale in Gollenshausen geschlossen worden sei, werde nun auch die Geschäftsstelle im Untergeschoss des Haus des Gastes zum 30. September geschlossen, teilte Bürgermeister Bernhard Hainz dem Gremium mit. Betriebswirtschaftliche Gründe seien ausschlaggebend gewesen, hätten ihm Vorstandsmitglieder der Volksbank-Raiffeisenbank (VR-Bank) bei einem Gespräch mitgeteilt. "Die Filiale hat sich offensichtlich nicht mehr rentiert." Sie sei zuletzt nur noch halbtags mit einem Mitarbeiter besetzt worden. Der Bürgermeister wertete die bevorstehende Schließung zum Monatsende als einen Verlust für die Bürger von Gstadt und auch für die Insulaner von der Fraueninsel.

Allerdings wolle die Bank weiterhin einen Geldautomaten am Standort Gstadt betreiben. Der Automat direkt an der Dampferanlagestelle, wo täglich viele Passagiere ein- und aussteigen, sei einer der am besten frequentierten der Bank, sei ihm gesagt worden. Er habe auch bei Gesprächen angeregt, dass Sparkasse und VR-Bank einen gemeinsamen Geldautomaten einrichten. Dies sei aber abgelehnt worden, so Hainz.

Der Bürgermeister legte dem Rat die Planung für einen neuen Geldautomaten mit Kontoauszugsdrucker an der Vorderseite des Haus des Gastes vor. Er soll in die bestehende Nische mit der amtlichen Anschlagtafel an der Südwestseite des Gebäudes eingebaut werden. Die bisher offene Nische soll verschlossen und mit einer Tür versehen werden. Die gesamten Umbaukosten würden von der Bank getragen, erklärte Hainz.

Der Bürgermeister wertete den Standortwechsel des Geldautomaten als Verbesserung, da der neue von der Straßenseite aus günstiger zu erreichen sei als der bisher bestehende im Untergeschoss auf der Ostseite. Geprüft werden müsse noch, ob wegen der Fassadenänderung ein offizieller Bauantrag erforderlich sei, so der Bürgermeister.

Der Gemeinderat stimmte der geplanten Baumaßnahme zu.

Dritte Bürgermeisterin Gabi Noichl fragte, ob die Maßnahme etwas mit der Erbpacht für das Haus des Gastes zu tun habe. Dies sei nicht der Fall, so Hainz. Es sei nur der Grund von der Gemeinde in Erbpacht erworben worden, das Gebäude selbst gehöre der Gemeinde.

th/Chiemgau-Zeitung

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