"Letzter Feinschliff für die Rohdiamanten"

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Bärbel Ebner bei ihrer Antrittrede

Ising - Zur Amtseinführung von Bärbel Ebner beim Isinger Gymnasium war auch Landrat Hermann Steinmaßl zu Gast. In ihrer Antrittsrede sprach sie motivierend ihre Lehrerkollegen an.

„Wenigstens kommt sie aus Oberbayern und ist katholisch.“ Bärbel Ebner spielt in ihrer Antrittsrede am Landschulheim Schloss Ising mit Vorurteilen gegenüber Frauen in Führungspositionen, bevor sie dann auf die bevorstehenden Aufgaben zu sprechen kommt. Erst einmal das Doppelabitur. Dann „müssten auf neue gesellschaftliche und soziale Entwicklungen die richtigen Antworten gefunden werden“. Sie appellierte an die Lehrer, die ihnen „anvertrauten Kinder stark zu machen, sie zu fördern und zu fordern, damit sie in der Welt von Morgen bestehen können.“ Zu der Feierstunde am Isinger Gymnasium, die vom Schulchor, dem Volksmusik-Ensemble und der Bigband umrahmt wurde, waren Vertreter aus Politik, Schulwesen und dem gesellschaftlichen Leben der Region zusammengekommen, um die neue Schulleiterin willkommen zu heißen.

Landrat Hermann Steinmaßl aus Traunstein hieß die neue Schulleiterin willkommen

So hielt auch der Starnberger Landrat Karl Roth als stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbandes Bayerischer Landschulheime, zu dem auch das Isinger Gymnasium gehört, eine Begrüßungsrede, in der er von der Lehrerausbildung und der Familiensituation der neuen Schulleiterin – Bärbel Ebner ist verheiratet, ihre beiden Söhne studieren – auf den Wunsch vieler Eltern zu sprechen kam, Familie und Beruf zu verwirklichen. „Eine Ganztagesbetreuung und ein Internat – wie am Landschulheim Schloss Ising sind für Eltern möglichen Antworten auf diese Frage.“

Hermann Steinmaßl, Traunsteiner Landrat, beantwortete die Frage, was eine (Schul-)Familie brauche, mit der Antwort: „A g’scheite Chefin.“ Diese Chefin, die neue Isinger Schulleiterin Bärbel Ebner, versprach, den ihr anvertrauten Rohdiamanten, den Schülern, den letzten Feinschliff zu geben und sie als Brillanten funkeln zu lassen.

Walter Heil

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