LGS-Aussichtsturm kommt nach Rimsting

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Der LGS-Aussichtsturm.

Rimsting/Rosenheim - Die Gemeinde Rimsting hat den Aussichtsturm gekauft, der heuer die LGS in Rosenheim zierte. Der Turm wird bald am geplanten Erlebnisweg zur Ratzinger Höhe zu bewundern sein.

Die gute Nachricht hatte Bürgermeister Josef Mayer bereits in der Bürgerversammlung unter die Leute gebracht: Die Gemeinde bekomme wie gewünscht den Aussichtsturm von der Landesgartenschau GmbH (wir berichteten).

Über den Preis gab der Rathauschef jetzt auf Anfrage aus dem Gremium keine genaue Auskunft. "Er ist etwas billiger gekommen", so Mayer. Ursprünglich waren Kosten in Höhe von rund 30000 Euro im Gespräch.

Der Bürgermeister unterrichtete den Gemeinderat, dass die Kommune in ihrer Planung bislang von einem Turm ausgegangen sei, der nur zwölf Meter hoch sei. Der Aussichtsturm, den die Gemeinde jetzt gekauft habe, rage aber fast 17 Meter gen Himmel. Mayer schlug vor, einen neuen Standort zu suchen. Er plädierte für einen Aufbau der Holzkonstruktion westlich von Dirnsberg.

Bisher war ein Standort in der Nähe von Hitzing auf der Ratzinger Höhe geplant. Mayer erklärte, dass der Bereich westlich von Dirnsberg mit der Hebebühne nochmals geprüft worden sei. Dabei sei festgestellt worden, dass man im dortigen Bereich, zwischen den beiden bestehenden Wäldchen, einen noch besseren Ausblick habe. Beide Seen, den Chiem- und den Simssee, könne man von dort gut sehen. Mayer betonte, dass es immer schon das Bestreben gewesen sei, einen "Zwei-Seen-Blick" zu erhalten.

Der Bürgermeister freute sich, dass die Familie Rappel aus Dirnsberg den Grund für die Aufstellung des Aussichtsturmes kostenlos zur Verfügung stelle. So auch für einen mit Rasengittersteinen angelegten Parkplatz, der nach Meinung des Gemeinderates nur vier bis fünf Stellplätze aufweisen soll. Mayer betonte dabei, dass auch für den zuerst vorgesehenen Standort in Hitzing Georg Oberloher den Grund kostenlos zur Verfügung gestellt hätte.

Zur Frage aus dem Gremium nach der Aufstellung erklärte der Bürgermeister, dass der Turm wie mit der Landesgartenschau GmbH vereinbart im ersten Quartal 2011 abgebaut und auf der Ratzinger Höhe sofort wieder aufgebaut werde.

Dr. Fritz Hornschuch (UWG) brachte den Vorschlag, einen Hubschrauber einzusetzen. Das Gremium ließ die Anregung jedoch wegen des großen Gewichtes des Turmes wieder fallen. So werde es wohl mehrerer Schwertransporte geben, so der Bürgermeister, der auch mitteilte, dass eine vorgesehene, teure Imprägnierung des Turmes nicht notwendig sei. Fachleute hätten davon abgeraten.

Den Bauantrag befürwortete das Gremium einstimmig. In der Diskussion wertete Klaus Bauer (CSU) den neuen Standort mit dem "Zwei-Seen-Blick" als besonders günstig. Dagegen meinte Stefan Feichtner (UWG), dass sich zu viele Stationen in einem Bereich wie der Erlebnisspielplatz und jetzt in nächster Nähe der Turm wohl nicht günstig auswirken werden.

th/Chiemgau-Zeitung

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