Logistik-Kompetenz-Zentrum hat neues Projekt

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Die "Belouga"-Verbundpartner aus der Gesundheitswirtschaft, der Kontraktlogistik und der Wissenschaft beim ersten Arbeitstreffen im LKZ Prien.

Prien - Das Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) nimmt an einem neuen Projekt im Gesundheitswesen teil - dem "Belouga"-Projekt. Das LKZ arbeitet dabei im Verbund mit Kliniken und Hochschulen.

"Die Gesundheitswirtschaft unterliegt einem großen Wandel mit steigendem Kostendruck und hohen Ansprüchen an die Mitarbeiter. Vielen Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen fehlen Vergleichszahlen, um Optimierungspotenziale darzustellen und Fortschritte bei bereits eingeleiteten Verbesserungsprozessen zu bewerten", sagt Karl Fischer, Geschäftsführer des Priener Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ).

Mit dem neuen "Belouga"-Projekt (Benchmarking logistischer Unterstützungs- & Dienstleistungsprozesse im Gesundheitswesen und in industriellen Anwendungen) soll sich das ändern. Das LKZ arbeitet dabei im Verbund mit der Fraunhofer SCS, der Universität Bayreuth sowie der Hochschule und dem Klinikum Ingolstadt.

Das Bundesforschungsministerium hat jetzt dafür Fördergelder von über zwei Millionen Euro bewilligt.

Ziel ist es, das in den 1990er Jahren im Bereich des produzierenden Gewerbes entwickelte Konzept des "Benchmarking" fortzuentwickeln, des systematischen Vergleichs von Unternehmensprozessen.

Wandel sorgt für Kostenbelastung

Der demografische Wandel sorgt im Gesundheitswesen für eine immer höhere Leistungs- und Kostenbelastung. Zudem gewinnt laut Fischer der Bereich der sogenannten Kontraktlogistik, eine hochspezialisierten Art der Logistik, immer mehr an volkswirtschaftlicher Bedeutung.

Beide Bereiche seien durch die Erstellung von komplexen und voneinander abhängigen Dienstleistungsprozessen gekennzeichnet. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die unterstützenden Dienstleistungsprozesse, die zur Wertschöpfung von Dienstleistungen vonnöten sind. Bis dato werden diese Bereiche Fischer zufolge von Produktivitätssteigerungen und systematischen Verbesserungen weitgehend ausgespart.

Anhand eines zu entwickelnden Softwarewerkzeugs und zugehörigen Lernkonzeptes werde die spätere Umsetzung in die Unternehmenspraxis sichergestellt. Die "Lern-Cockpit-Software" visualisiere in vereinfachter Darstellung, welche Effekte eine Veränderung eines Dienstleistungsprozesses auf die Wertschöpfung im Unternehmen besitzt.

re/Chiemgau-Zeitung

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