Lokalmatador hat gesiegt

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Fischereikönig 2009 Christian Stöger aus Unterhochstätt mit seinem 1665 Gramm schweren Hecht.

Chieming - Im Mittelpunkt des gestern zu Ende gegangenen Oberbayerischen Fischereitages stand am ersten Tag das Königsfischen im Chiemsee.

Oberbayerischer Fischerkönig 2009 wurde Lokalmatador Christian Stöger vom Fischereiverein Unterhochstätt bei Chieming.

Mit einem toten Köderfisch zog er einen 70 Zentimeter langen und 1665 Gramm schweren Hecht an Land. Zweiter wurde Christian Kirchleitner vom Anglerbund Chiemsee, der ebenfalls einen Hecht (1035 Gramm) präsentierte. Mit einem 965 Gramm schweren Zander landete Ralf Ochsendorf, Pilsensee-Wörthsee, auf Rang drei.

Zwar hatte Kirchleitner noch zwei Barsche vorzuweisen, doch die meisten der 32 Teilnehmer, jeweils Fischerkönige in ihren oberbayerischen Vereinen, hatten beim mehrstündigen Königsfischen einfach kein Anglerglück und kehrten mit leeren Händen an Land zurück. Sie waren mit ihren Booten in den frühen Morgenstunden in Gstadt, Seebruck, Feldwies, Oberhochstätt und Chieming gestartet. In der Pressekonferenz im Gasthaus "Unterwirt" bedauerte der Präsident des Fischereiverbandes Oberbayern, Alfons Blank, dass die Zahl der jugendlichen Mitglieder von 3800 auf jetzt 3300 zurückgegangen sei. Als möglichen Grund nannte er die wirtschaftliche Krise, in der das Geld für Mitgliedschaft im Fischereiverein mit Jahreskarte und entsprechender Ausrüstung nicht mehr so locker sitze wie früher. Er regte an, Mitglieder sollten Patenschaften von Jungfischern übernehmen. Denn: "Ohne unseren Nachwuchs sind wir nur die Hälfte wert."

Als weiteres Problem nannte Blank die wieder einsetzende Vermehrung der Kormorane und der Gänsesäger sowie des Fischotters vor allem in den Flüssen Lech, Inn und Donau. Er würdigte die zugesagte Unterstützung von Umweltminister Markus Söder für das Zugeständnis, Kormorane bis November zu bejagen und hofft auf schnelle Umsetzung noch in den nächsten Tagen. Auch die verstärkte Nutzung der Wasserkraft bereitet dem Fischereiverband Oberbayern Sorgen, da die Turbinen der Kraftwerke immer wieder Fische zerhäckselten und den Lauf der Flüsse und Bäche unterbrechen. Dadurch seien Laichplätze wie auch Wintereinstände gefährdet, Fischwander- und Aufstiegshilfen verlören so ihren Zweck. Schließlich monierte der Präsident, dass "unter dem Deckmantel des Hochwasserschutzes" nach wie vor Kies entlang der Tiroler Ache abgeschöpft werde. Der geschäftsführende Vizepräsident des Fischereiverbandes Oberbayern, Michael Seeholzer, ergänzte, es gebe aber auch Positives zu vermelden. So sei der Perlfisch im Chiemsee Dank des zwölfjährigen Engagements des Verbandes dort wieder heimisch geworden.

Bürgermeister Benno Graf, der Schirmherr des zweitägigen Fischereitages, empfahl dem Fischereiverband, den Jugendzeltplatz des Kreisjugendrings in Schützing zu nutzen. Im Rahmen des Festabends, der mit dem Aufmarsch der Fischerkönige aus den Vereinen begonnen hatte, hängte Bürgermeister Graf dem neuen oberbayerischen Fischerkönig die Königskette um. Für die Unterhaltung sorgten die Blaskapelle Chieming unter Leitung von Andi Steiner, die "Lausbuam-Musi" aus Bernau und die Jugendgruppe des Trachtenvereins Feldwies. Organisiert wurde der Abend von Josef Haiker aus Siegsdorf, dem Vorsitzenden des Anglerbundes Chiemsee. Er war zusammen mit dem Fischereiverband Oberbayern Veranstalter.

oh/Chiemgau-Zeitung

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