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Im März soll Dach drauf

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So soll die neue RoMed-Klinik in Prien aussehen.

Prien -  In spätestens zwei Wochen sollen die ersten Ziegel gesetzt werden, im März nächsten Jahres soll das Dach drauf sein - Der Neubau der RoMed-Klinik geht voran.

Der Neubau des Seebettenhauses an der RoMed Klinik Prien geht demnächst in eine neue Phase. Bis der viergeschossige Trakt bezogen werden kann, werden aber noch über zwei Jahre vergehen.

Die gigantische Baugrube ist ob ihrer Ausmaße genau so imposant wie die der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee an der Hochriesstraße. Aber sie liegt versteckt zwischen Klinikkomplex und Seeufer und wird deshalb nicht so wahrgenommen. Die betonierte Bodenplatte des Altbaus, die weiterverwendet wird, liegt fast drei Meter tiefer als der Wasserspiegel des nahen Chiemsees.

Der Bau des Seebettenhauses durch den Landkreis mit staatlicher Förderung ist nach dem neuen Gesundheitszentrum (GHZ) der zweite von drei Bauabschnitten bei der Generalsanierung der RoMed-Klinik, wie das Kreiskrankenhaus in Harras seit einiger Zeit offiziell heißt.

Wie vielerorts rund um das Bayerische Meer ist gerade in unmittelbarer Ufernähe der Untergrund aus so genanntem Seeton eine wacklige Angelegenheit. Deshalb wurden für den Neubau, der nach Norden und Süden jeweils einige Meter länger wird als das alte Bettenhaus, an den Seiten 31 über einen halben Meter breite Bohrpfähle aus einem Beton/Stahl-Gemisch bis zu zehn Meter tief in den Boden getrieben. Zusätzlich wurde die Böschung der Grube zum GHZ hin mit Spritzbeton befestigt.

Etwa ein Dutzend Mitarbeiter der Firma Rudolf Mayer aus Griesstätt ist momentan auf der Baustelle. Das Unternehmen wird in spätestens zwei Wochen mit dem eigentlichen Rohbau beginnen, schätzt Heimo Stegner. Dem Mitarbeiter des Rosenheimer Ingenieurbüros Thieltges, Kugler und Katzer obliegt die Objektüberwachung.

Im Dialog mit den Verantwortlichen der Klinik und dem Bauleiter muss er auch die Logistik der Baustelle organisieren. Denn erstens ist rund um die 1600 Quadratmeter große Grube wenig Platz, und zweitens müssen dort trotzdem große Mengen Material zwischengelagert werden. Die sollen während der Bauzeit zeitnah zur Verwendung geordert werden, aber es gibt Ausnahmen. Neben der Grube lagern schon große Mengen Dämmmaterial - um Geld zu sparen. Denn am 1. August ist der Preis dafür deutlich gestiegen und deshalb habe die Baufirma noch vor diesem Termin eingekauft, erklärte Stegner im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung.

Derzeit sind die Arbeiter mit vorbereitenden Maßnahmen für den eigentlichen Rohbau beschäftigt. So müssen die Übergangsbereiche zwischen dem Funktionstrakt aus den 80er-Jahren, der als Einziger stehen bleibt, und dem Seebettenhaus wasserdicht verschlossen werden. Die Außenhülle des künftigen, etwa 3,5 Meter hohen Untergeschosses, wird am Ende - vereinfacht gesagt - eine Art riesige Wanne sein, damit weder Grund- noch Hangwasser vom nahen Herrnberg eindringen können.

Zwischen Seebettenhaus und westlichem Funktionstrakt werden 5,50 Meter Platz bleiben. An der Südseite entsteht der künftigeHaupteingang der Klinik mit großem Foyer. Darüber ist nach Norden eine Art riesiger Wintergarten mit Glasdach vorgesehen. Der Neubau mit zwei Obergeschossen, über deren Aufteilung wir bereits berichtet haben, wird genau so hoch wie das benachbarte GHZ.

Weil sich der Abriss des Altbaus verzögert hatte, als größere Mengen Problem- stoffe aufgetaucht waren (wir berichteten), ist der Zeitplan etwas in Verzug geraten.

Ursprünglich sollte der vierstöckige Neubau noch vor dem Winter sein Dach bekommen. Jetzt wird damit gerechnet, dass das Richtfest - je nach wetterbedingtem Baufortschritt - im Februar oder März 2011 steigen kann.

Dirk Breitfuß/Chiemgau-Zeitung

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