Malerischer Wanderweg wurde eingeweiht

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Prien - Wer nach Prien kommt, den zieht es meist zum Chiemsee. Dabei hat die Marktgemeinde noch viele andere schöne Plätze zu bieten - wie etwa den 13,5 Kilometer langen "Postkartenweg".

Vom Startpunkt am Beilhackparkplatz geht es immer der Postkarte nach, deren Symbol die Route markiert. Sie führt meist durch ebenes Gelände, vereinzelte Steigungen dürften auch für Familien mit Kindern kein großes Problem darstellen. Unterwegs finden die Wanderer 18 Stationen mit Informationstafeln und interaktiven Erlebnisstationen. Wie der Name schon sagt, sind zahlreiche dieser Haltepunkte potenzielle Postkarten- beziehungsweise Fotomotive.

Am E-Werk im Eichental erfuhren die Teilnehmer der Eröffnungswanderung, dass von dem Industriedenkmal aus der Ort schon seit fast 100 Jahren mit Strom versorgt wird.

Bei der Einweihungswanderung konnte ein bedeckter, grauer Himmel eine kleine Gruppe von Wanderfreunden nicht daran hindern, den neuen Weg der Priener Tourismus GmbH (PTG) zu erkunden. Unter anderem überzeugten sich PTG-Geschäftsführer Bertram Vogel, seine Assistentin Martina Lehmann, Zweite Bürgermeisterin Renate Hof, die Marktgemeinderätinnen Dr. Claudia Trübsbach und Ella Pelzl, Ortsführerin Helga Schömmer, Ludwig Feßler von der Chiemsee-Schifffahrt mit Frau und einige örtliche Vermieter an Ort und Stelle über das neue Angebot. Zusammen mit Anna Prankl und Angela Kind, den beiden Wanderführerinnen der PTG, wurde die Tour vom Beilhackparkplatz aus gestartet.

Die Hauptstrecke führt von der mächtigen Munziger Linde bis nach Urschalling zur berühmten Wallfahrtskirche.

Die Premierengruppe wählte die "Priener Schleife" am Kneippbecken im Eichental vorbei in Richtung Schützenhaus. Kleine weiß-grüne Schilder mit Pfeil und Postkartensymbol weisen den Weg.

An den 18 Tafeln und Erlebnisstationen entlang der Strecke können sich Wanderer über Tradition, Kultur und Landschaft sowie Flora und Fauna der Region informieren.

Die erste Tafel am Schützenhaus beispielsweise erzählt mit Bildern auf kleinen Schützenscheiben von Ereignissen in und um Prien und von den Priener Feuerschützen. Ein paar Minuten später erfahren die Wanderer am Elektrizitätswerk (E-Werk) der Gemeinde, dass der Ort von diesem Industriedenkmal aus bereits seit 1907 mit Strom versorgt wird. Wer mehr wissen will, muss kurbeln, dann dreht sich die Infotafel.

Weiter geht es durch Siggenham an der Arbinger Kapelle vorbei - "ein Ort zum Innehalten", so heißt es auch im begleitenden Faltblatt. Allerdings ist die Kapelle derzeit abgedeckt, nachdem der Sturm Mitte Juni das Dach abgedeckt hatte (wir berichteten).

Nach einem Stopp an der mächtigen Munzinger Linde führt der Weg durch Kaltenbach über die Prien nach Leiten, wo die Eröffnungsgruppe zur Obstbrennerei der Familie Obermüller kam. Seit 1946 brennt die Familie Schnaps und Liköre.

Nach einer kleinen Stärkung in flüssiger Form führte der Weg nach Urschalling, wo die Premierenwanderung mit einem Einkehrschwung in der "Mesner Stub'n" zu Ende ging.

Weitere Informationen zum Postkartenweg und umfangreiches Kartenmaterial gibt es im Kur- und Tourismusbüro im Haus des Gastes.

hä/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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