Ein Mammut kam zur Demo

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Das Mammut aus Siegsdorf kam zu Demonstrationszwecken auf dem Anhänger nach Rimsting.

Rimsting - Da rieben sich die Rimstinger verwundert die Augen: Am Tag der jüngsten Gemeinderatssitzung stand ein riesiges Mammut vor dem Rathaus.

Da rieben sich die Rimstinger verwundert die Augen: Am Tag der jüngsten Gemeinderatssitzung stand ein riesiges Mammut vor dem Rathaus. Das Modell des Urzeittiers aus dem Naturkunde- und Mammutmuseum Siegsdorf sollte die Räte auf die Diskussion über den Erlebnisweg auf die Ratzinger Höhe einstimmen. Denn dort soll an einer der Stationen ein ähnliches Mammutmodell aufgestellt werden.

Die meisten Rimstinger fanden nach Beobachtungen der Gemeinderäte Gefallen an dem unübersehbaren Besucher - aber nicht alle. Felix Tiefenbacher hatte im Namen von 15 Belegschaftsmitgliedern einer örtlichen Firma im Rathaus angerufen in der Hoffnung, dass es sich nur um einen Scherz handle. Ansonsten könne es doch nicht sein, dass die Gemeinde dafür Geld ausgebe und Steuergelder dafür verschwendet würden.

"Nur positive Äußerungen"

In der Diskussion in der abendlichen Sitzung berichtete Thomas Schuster (CSU), dass er "nur positive Äußerungen" gehört habe. Begeistert seien auch die Schüler der Grundschule bei der Besichtigung gewesen, fügte Johann Nussbaum (UWG) an.

Der Gemeinderat hieß die elf geplanten Stationen des Erlebnisweges, die Fedor Volckmar-Frentzel von der Arbeitsgruppe (AG) vorstellte (wir berichten darüber noch gesondert), allesamt als sehr gut und freute sich, dass es endlich weitergehe.

Die Aufstellung eines Mammutmodells hatte Gemeinderat und AG-Mitglied Johann Nussbaum (UWG) angeregt, weil diese Tiere bis vor rund 10000 Jahren im Gebiet des Inn-Gletschers gelebt hätten. Auch im Rimstinger Westenbachtal, wo sich in der Eiszeit der Prien-Gletscher breit gemacht hatte, sollen Mammute gegrast haben. Dort soll deshalb auch ein mehrere Meter hohes Modell aufgestellt werden. Nussbaum verwies auch auf Aussagen von Dr. Robert Darga vom Naturkundemuseum Siegsdorf, der wiederum auf die Verlagerung des Abflusses der "Ur-Prien" von der Simssee-Richtung in den Schafwaschner Winkel vor vermutlich 18000 bis 16000 Jahren hingewiesen habe.

Metallgerüst in Erwägung gezogen

Debattiert wurde im Gremium darüber, wie das Rimstinger Mammut gestaltet werden soll. Gedacht ist an ein tragendes Metallgerüst, das innen hohl bleiben soll. Ein Feldahorn soll das Tier umranken. Bis diese langsam wachsende Pflanze aber die notwendige Höhe erreicht, soll das Mammutmodell innen mit Zweigen ausgefüllt werden.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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