Markt kauft Kinderhort

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Den Kinderhort (rechts) hat die Marktgemeinde erworben. Die Kommune plant, das Umfeld des Bahnhofs (links im Hintergrund) neu zu gestalten.

Prien - Auf ihrem Weg zur Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes hat die Marktgemeinde Prien ein weiteres Etappenziel erreicht. Sie hat den Kinderhort am Bahnhofsplatz erworben.

Nach dem Kauf des Jugendtreffs am Kreisverkehr an der Seestraße hat die Kommune, wie Bürgermeister Jürgen Seifert in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderates bekannt gab, auch den Kinderhort am Bahnhofsplatz erworben. Im Haushalt für das laufende Jahr waren dafür Ausgaben in Höhe von 140.000 Euro vorgesehen.

"Den Norden des Bahnhofs haben wir jetzt im Griff", freute sich der Rathauschef, die Verhandlungen mit der "aurelis Real Estate GmbH & Co. KG" nach langem Hin und Her erfolgreich abgeschlossen zu haben. Eineinhalb Jahre habe die Kommune mit dem Immobilienunternehmen um den Preis gerungen. "Aurelis" habe für die 742 Quadratmeter mehr verlangt, als die Kommune bereit gewesen sei zu zahlen. Am Ende jedoch habe sich die Marktgemeinde durchgesetzt und das Anwesen Bahnhofsplatz 1 zu dem von ihr gewünschten Preis erhalten. "Wir haben das beste Ergebnis erzielt, das wir erzielen haben können", betonte Seifert.

Die Marktgemeinde will das Umfeld des Bahnhofes attraktiver gestalten. Die Planungen sind bereits angelaufen. Um ihre Vorstellungen verwirklichen zu können, will sie zunächst einmal die Grundstücke unter ihre Fittiche bekommen. Und so hat sie sich zum Ziel gesetzt, alle Liegenschaften, die ihr in diesem Bereich noch nicht gehören, Schritt für Schritt zu erwerben. Bereits in zwei Fällen ist sie mittlerweile zum Zug gekommen: Sie kaufte den Jugendtreff und jetzt - auf der anderen Seite der Eisenbahnlinie - den Kinderhort.

Ein Grundstück fehlt der Marktgemeinde noch: der Parkplatz der Bahn. Die Kommune hat ihre Fühler jedoch schon ausgestreckt. "Wir stehen in Verhandlung mit der Bahn", sagte Seifert auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. Der Rathauschef hofft, das Grundstück im Herbst zu bekommen. Dann könnte die Umgestaltung im nächsten Jahr beginnen.

"Absolut freie Hand"

Gehört der Marktgemeinde auch der Parkplatz, dann hat sie laut Seifert "absolut freie Hand", das Bahnhofsareal so umzugestalten, "wie es für das Ortsbild am besten ist". Die Planung und Umsetzung "liegen dann in unserer eigenen Hand".

Mit den Grundstückskäufen im Bahnhofsumfeld hat die Marktgemeinde gemäß dem Rathauschef zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen habe sie, so Seifert, Voraussetzungen für die Neugestaltung des Bahnhofsareals geschaffen. Zum anderen habe sie aber auch den Fortbestand des Jugendtreffs und des Kinderhorts gesichert.

pü/Chiemgau-Zeitung

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