Löcher werden ab Juni gestopft

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Die Ortsdurchfahrt von Leiten zählt zu den besonders maroden Abschnitten im Straßennetz der Gemeinde. Sie wird in den nächsten Wochen saniert.

Prien - Der Winter war lang und hart. Auch für die Straßen. Die Gemeinde Prien will ab Mitte Juni einige besonders marode Abschnitte sanieren.

Lesen Sie hier den Originalartikel aus der Chiemgau-Zeitung:

Marode Straßen werden saniert

"Immer mehr Löcher" titelte die Chiemgau-Zeitung Anfang Februar. Der lange und harte Winter hatte den Straßen im Ort arg zugesetzt. Jetzt will die Gemeinde einige besonders betroffene Abschnitte sanieren lassen. Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte Juni beginnen.

Dr. Herbert Reuther (CSU) hatte im Marktgemeinderat Ende Januar ausgesprochen, was viele dachten. Schlaglöcher und Risse hatten sich über den Winter rasant ausgebreitet.

Nachdem der Schnee geschmolzen war, fuhren Mitarbeiter des Bauhofs das Gemeindegebiet ab auf der Suche nach den Stellen, wo Reparaturarbeiten am dringlichsten sind. In Abstimmung mit der Bauverwaltung im Rathaus entstand so eine Prioritätenliste.

Der Marktgemeinderat hatte sich dann darauf verständigt, Sanierungsarbeiten für mehrere Bereiche auszuschreiben und war für dieses Gesamtpaket von 115000 Euro Kosten ausgegangen. Weil nun ein Angebot der Firma Traun Tiefbau GmbH aus Traunreut vorlag, die diese Fahrbahndecken für 70000 Euro sanieren will, konnten zusätzliche Bereiche für den Auftrag berücksichtigt werden.

Im Haushalt der Gemeinde sind für Straßenunterhaltungsmaßnahmen heuer zwar insgesamt 200000 Euro eingestellt. Gemeinderat und Verwaltung kamen aber überein, dieses Kontingent jetzt nicht vollständig auszuschöpfen, um für den Herbst noch Reserven zu haben. Zudem sind laut Bürgermeister Jürgen Seifert bereits knapp 20.000 Euro für Ausbesserungsarbeiten an besonders extremen Schlaglöchern in den vergangenen Wochen ausgegeben worden.

Nach Angaben von Christian Fellner, Leiter der Bautechnik im Rathaus, wird die beauftragte Firma ab Mitte Juni in mehreren Bereichen marode Fahrbahndecken abfräsen und neu asphaltieren.

Betroffen sind drei Abschnitte der Hallwanger Straße: von der Einmündung der Neugartenstraße etwa 200 Meter nach Süden, zwischen den Abzweigungen Lilien- und Arnikaweg sowie jeweils rund 100 Meter beidseitig der Einmündung des Osternacher Wegs. Saniert wird auch die Ortsdurchfahrt von Leiten sowie die Straße von der Abzweigung bei Leiten hinab ins Priental bis zur Brücke bei Kaltenbach. Instand gesetzt wird außerdem ein rund 400 Meter langer Abschnitt der Stettner Straße in Atzing zwischen den Einmündungen der Arbinger Straße und des Moorbachwegs.

Schließlich stehen noch zwei kurze Passagen der Ernsdorfer Straße zwischen Watzmann- und Harrasser Straße zur Sanierung an. Für einen dieser Abschnitte muss die Gemeinde aber zunächst noch mit einem Grundeigentümer verhandeln, weil die Straße dort zur Hälfte über Privatgrund verläuft.

Vorgenommen hat sich die Gemeinde für heuer auch eine Generalsanierung der Kampenwandstraße auf ihrer gesamten Länge und das Geld dafür im Haushalt bereit gestellt. Bevor diese Maßnahme in Angriff genommen wird, sollen aber erst die Anlieger in einer Versammlung ausführlich informiert werden.

Sanierung auch in der Bernauer Straße

Und noch eine Straße wird teilweise auf Vordermann gebracht, für die allerdings der Freistaat und nicht die Kommune verantwortlich zeichnet. Die Bernauer ist eine Staatsstraße und unterliegt als solche der Planungshoheit des staatlichen Straßenbauamtes in Rosenheim.

Seifert berichtete in der jüngsten Sitzung, dass er den Leiter der Behörde, Claus-Peter Olk, beim Spatenstich für den Kreisverkehr auf den schlechten Zustand der Bernauer Straße angesprochen habe. Dieser habe sich kurz darauf an einem Sonntag selbst vor Ort ein Bild gemacht und trotz der knappen Mittel nun Sanierungen in drei Bereichen zugesagt, die voraussichtlich nach den Sommerferien in Angriff genommen werden sollen.

Demnach sollen abgefräst und neu asphaltiert werden Abschnitte auf Höhe des Wendelsteinparkplatzes, bei der Waldorfschule sowie zwischen Feuerwehrhaus und der Brücke der Chiemgau-Bahn. Außerdem ist vorgesehen, dann noch weitere kleine Stellen auszubessern, an denen die Bernauer Straße besonders ramponiert ist.

Auch nach der Initiative von Gemeinde und Straßenbauamt werden einige Straßen sanierungsabedürftig bleiben. Um alle Bereiche von Grund auf auszubessern, die es nötig hätten, fehlt schlichtweg das Geld.

Auf der Wunschliste im Rathaus steht unter anderem auch die sehr wellige Harrasser Straße vom Kreisel Bernauer Straße bis zum Parkplatz in der Nähe des Schöllkopfs. Aber allein für diese Maßnahme wäre wohl rund eine halbe Million Euro notwendig.

Dirk Breitfuß/Chiemgau-Zeitung

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