Breitbandversorgung soll verbessert werden - "O2" beendet Suche nach Standort im Ort

Mast in Pinswang wird aufgerüstet

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Der Mast in Pinswang soll aufgerüstet werden.

Rimsting - Für eine bessere Erschließung der Breitbandversorgung soll der Funkmast in Pinswang (Gemeinde Rimsting) aufgerüstet werden.

Bürgermeister Josef Mayer gab in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats im Rathaus ein entsprechendes Schreiben der Mobilfunkfirma "Vodafone D2 GmbH" bekannt.

Nach Angaben des Unternehmens bestehe in Rimsting ein Bedarf an zusätzlicher Systemtechnik für den Funkdienst zur Erschließung der Breitbandversorgung, heißt es zur Begründung. Es sei deshalb eine Nachrüstung auf dem bestehenden Mast auf dem Höhenberg bei Pinswang geplant.

Der Bürgermeister stellte klar, dass die Gemeinde eine Nachrüstung nicht verhindern könne, es sei denn, man würde einen gleichwertigen oder besser geeigneten Standort im Gemeindebereich benennen.

Währenddessen hat die Mobilfunkfirma "O2" bekannt gegeben, dass sie die Suche nach einem Standort für einen Mast in Rimsting nicht weiter fortsetzen wird. Das hat das Unternehmen Mayer zufolge in einem Brief an die Gemeinde festgestellt.

Wie wiederholt berichtet, wurde besonders im nördlichen Gemeindebereich nach Abbau des Sendemasten der Telekom in der Ortsmitte über eine mangelnde Mobilfunkversorgung geklagt.

Die Gemeinde beteiligt sich nach einem entsprechenden Votum bei einem Bürgererentscheid nicht an der Suche nach einem neuen Standort für Mobilfunkmasten.

Klaus Bauer (CSU), der nicht an der jüngsten Sitzung teilnehmen konnte, sich im Gremium aber wiederholt für eine Verbesserung der Versorgung für Handy-Nutzer eingesetzt hatte, zeigte sich auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung sehr erstaunt über die Aussage von "O2". "Es gibt weiterhin ein Funkloch in der Gemeinde", so Bauer. Zumindest der Funkmast in Pinswang sollte deshalb nachgerüstet werden.

Mary Fischer (CSU) wollte in der Sitzung wissen, ob die Gemeinde bezüglich der Nachrüstung auf dem Mast in Pinswang einen Nachweis bekomme, dass die zulässige Strahlenbelastung eingehalten werde.

Der Bürgermeister und Verwaltungsleiterin Regina Feichtner bestätigten, dass der Gemeinde automatisch nach einer Aufrüstung eine entsprechende Standortbescheinigung zugestellt werde.

Mary Fischer fragte außerdem bei Johann Nußbaum (UWG) nach, ob dieser bezüglich seiner Nachfrage beim zuständigen Ministerium wegen des Behördenfunks ("Tetra") schon eine Antwort erhalten habe. Nußbaum erwiderte, dass ihm und der Gemeinde das "Argumentationspapier" zur Verfügung gestellt worden sei, allerdings nur für den internen Gebrauch, nicht aber zur Veröffentlichung.

Der Bürgermeister bot Fischer an, das Papier im Rathaus einzusehen. Mayer ließ allerdings durchblicken, dass in der Stellungnahme des Ministeriums letztlich versucht werde, alle Gegenargumente zu entkräften.

Wie bekannt, hat sich in Greimharting eine Bürgerinitiative gebildet, die sich grundsätzlich gegen einen Funkmast für den digitalen Behördenfunk "Tetra" auf der Ratzinger Höhe ausspricht.

th/Chiemgau-Zeitung

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