Priener Polizeiinspektion verstärkt Tempokontrollen

Es blitzt jetzt öfter

Prien - Mehr tödliche Unfälle, mehr Raser: das bayerische Innenministerium und die Polizei ziehen Konsequenz aus dieser traurigen Statistik. Nun soll es öfter "blitzen".

Im ersten Halbjahr sind mehr Menschen auf den Straßen tödlich verunglückt als im Vorjahreszeitraum. Parallel ist zu schnelles Fahren häufiger als Unfallursache ermittelt worden. Deshalb hat das bayerische Innenministerium die Polizeiinspektionen und Dienststellen aufgefordert, ihre Tempokontrollen zu intensivieren.

Im Dienstbereich der Polizeiinspektion (PI) Prien zwischen Halfing und Sachrang wird es daher ab dem Beginn des neuen Schuljahrs öfter blitzen. Der Schwerpunkt der Kontrollen wird rund um Schulen und noch stärker auf den Strecken liegen, die als Unfallschwerpunkte und Schnellfahrerrouten gelten.

Dazu zählen unter anderem die Staatsstraße zwischen Aschau und Sachrang oder die lange Gerade am Ortsende von Frasdorf in Richtung Achenmühle, aber auch die Verbindung zwischen Bad Endorf und Halfing. Radarwägen und Beamte mit Lasergeräten werden dort in naher Zukunft öfter messen, ob Auto- und Motorradfahrer die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten einhalten. Das hat Anton Schauer, Verkehrssachbearbeiter der PI Prien, im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung angekündigt.

Erst kürzlich sei zwischen Sachrang und Aschau ein Motorrad mit 187 km/h gemessen worden, Geschwindigkeiten von 150 km/h seien auf dieser Staatsstraße keine Seltenheit. Wenn Auto- oder Motorradfahrer geblitzt und angehalten werden, sollen sie im Gespräch sensibilisiert werden, so das weitergehende Ziel der Aktion.

Mit dem Ende der Sommerferien will die PI auch ihre Präsenz rund um Schulen verstärken. Immerhin sind Schauer zufolge im Einsatzgebiet täglich 4500 Schüler unterwegs. Allein in Prien sind es weit über 3000.

Jährlich werden der PI Prien nach Angaben des Experten im Schnitt drei bis vier Unfälle mit zum Teil schweren Verletzungen gemeldet, bei denen Kinder auf dem Schulweg verunglücken. "Ursächlich sind leider auch immer wieder verantwortungslose Falsch-Parker auf Gehwegen, vor Querungshilfen oder unmittelbar vor dem Schulgebäude", so Schauer. Gerade die Gehwegparker sind Schauer und seinen Kollegen ein Dorn im Auge, weil sie die Sicht für Autofahrer und Kinder gefährlich einengen und die Schüler oft zwingen, ihren Fußweg auf der Fahrbahn fortzusetzen, weil der Gehweg durch einen parkenden Wagen blockiert wird.

"So entstehen leider auch insbesondere im nahen Schulumfeld immer wieder Gefahrensituationen, weil bis zum Eingangstor gefahren wird", wissen die Polizisten um die Situation in den Morgen- und Mittagsstunden.

db/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser