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Leserforum: Thema Klimakrise

„Schildbürgerstreich ersten Grades und Ohrfeige“ - Bürger-Frust über abgelehnte Photovoltaik-Anlage in Bernau

Ein Solarpark auf einer Freifläche östlich von Berlin. Zusammen mit Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse oder Geothermie sind solche Photovoltaikanlagen wesentliche Ökostromlieferanten, auf die Gemeinden setzen.
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Photovoltaik-Großanlage (Symbol)

Die Ablehnung einer Photovoltaik-Großanlage in Bernau frustriert viele Bürger. Wollen die Politiker wirklich die Energiewende, fragen sich zwei im Leserforum.

Sepp Genghammer (Bernau): „Nun hat also der Bernauer Gemeinderat mit großer Mehrheit von CSU und ihren Freunden wieder ein wichtiges Klimaschutzprojekt, die Photovoltaikanlage im Moos, zu Fall gebracht. Wo doch gerade unser CSU-Ministerpräsident immer noch den Ausbau der Windkraft verhindert und dann auf den Sonnenstrom verweist. Als Grund muss vor allem die Landschaft herhalten, die dann aber beim Autobahn-Ausbau oder beim Hotel auf dem Hitzelsberg wieder gar keine Rolle spielt. Schön, wenn auf die möglichen PV-Anlagen auf den Hausdächern verwiesen wird.

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Doch wo bleiben die Initiativen der Gemeinde, die Bürger zum Bau von solchen Anlagen zu animieren? Da wäre wirklich noch viel Potential in Bernau, aber leider ungenutzt. Auch wegen Bremsereien im EEG von Herrn Altmaier (CDU), denen man halt entgegenwirken müsste. Nach dem Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssen Klimaschutz-Maßnahmen Vorrang vor anderen Rechtsgütern haben, um die Zukunft unserer Kinder nicht zu gefährden. Wo bleibt dieses Verantwortungsbewusstsein? Es ist peinlich, wenn die Parteifreunde der Bremser und Hochlober des Mittelstands ein unternehmerisches Projekt verhindern, das die für uns existenzielle Energiewende endlich voranbringen würde.

Heribert Burdick (Bernau): „Die Ablehnung der Freilandfotovoltaikanlage im Bernauer Moos mit Verweis auf den Naturschutz und die Optik ist ein Schildbürgerstreich ersten Grades und eine Ohrfeige für alle, die mit Blick auf die Klimakrise und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts fordern, dass auch Bernau seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten sollte. Besonders das Argument, die Photovoltaikanlage störe die Landschaft und das Ortsbild, ist geradezu grotesk, schaut man sich etwa die monumentale Hässlichkeit des Gebäudes der Firma Schuster an der Chiemseestraße an, wo die Gemeinde es nicht einmal durchgesetzt hat, diesen Bunker etwas ansehnlicher gestalten zu lassen.

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Im Hintergrund spielt bei dem Streit um die Freilandphotovoltaik auch die Konkurrenz um die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen eine entscheidende Rolle. Dabei wird völlig übersehen, dass es sehr wohl möglich ist, eine Fläche (extensiv) landwirtschaftlich zu nutzen, wenn sich darauf eine Photovoltaikanlage befindet. Man müsste dazu nur einmal über den Bernauer Tellerrand hinausschauen, was andernorts geschieht. Und so befindet Bernau sich weiterhin im Dornröschenschlaf und verliert dabei den Anschluss an die Zukunft. Unterdessen könnte der Ausverkauf unserer schönen Heimat weitergehen, wie der Antrag der Freiberger GmbH auf Erweiterung ihrer Klinikgebäude in Felden ahnen lässt. Oder bleibt die Gemeindespitze/Ratsmehrheit diesmal standhaft und lässt nicht zu, dass Felden mehr und mehr seinen Charakter als Naherholungsgebiet verliert?

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