268 Millionen Euro Kundeneinlagen

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Die VR Bank unterstützt die Sportvereine in ihrem Einzugsgebiet. Bei der Vertreterversammlung wurden Spendenschecks übergeben an Peter Kapfer vom TuS Prien, Ansgar Schwirtz vom TSV Bernau, Jürgen Bauer vom WSV Aschau, Stefan Forstmeier vom TSV Breitbrunn-Gstadt, Ulrich Sauer vom ASV Eggstätt und Thomas Schuster vom TSV Rimsting (von links).

Prien - Gute Zahlen hat die Volksbank Raiffeisenbank (VR Bank) Rosenheim-Chiemsee vorgelegt. Im Bereich der Hauptgeschäftsstelle Prien stieg die Summe der Kundeneinlagen um 4,4 auf 268,3 Millionen Euro.

Im Bereich der Hauptgeschäftsstelle Prien, der von Aschau bis Eggstätt reicht, stieg die Summe der Kundeneinlagen bis Ende Oktober im Vergleich zum Jahresende 2009 um 4,4 auf 268,3 Millionen Euro. Die Ausleihungen kletterten leicht auf 191,5 Millionen Euro.

In einer Vertreterinformationsveranstaltung im Hotel "Bayerischer Hof" legten Peter Holzner, Geschäftsführer der Hauptgeschäftsstelle Prien, und Jakob Stocker, Leiter der Geschäftsstelle Aschau, die aktuellen Zahlen vor. Neben Prien sind darin auch die Daten der Zweigstellen Bernau, Aschau, Rimsting, Breitbrunn-Gstadt und Eggstätt berücksichtigt. Die Vertreter sind die gewählten Delegierten der gut 6000 Mitglieder der genossenschaftlichen Bank im Priener Geschäftsbereich. Die VR Bank betreut hier knapp 16.700 Kunden und führt für sie 15.380 Girokonten - gut 500 mehr als vor Jahresfrist.

Die VR Bank hat Holzner zufolge heuer bereits neue Kredite mit einem Gesamtvolumen von elf Millionen Euro ausgegeben. Zusammen mit den sogenannten Verbundpartnern, darunter Schwäbisch Hall, die "R+V"-Versicherung und "easycredit", summierten sich die Einlagen zum Stichtag auf 421,6 Millionen Euro - 11,1 Millionen mehr als zehn Monate zuvor. "Das Vertrauen der Kunden kehrt nach und nach zurück", kommentierte Stocker die positive Entwicklung trotz der weltweiten Finanz- und Bankenkrise, die vor allem von international agierenden Banken ausgelöst worden war.

Während Depot- und Anlagekonten leichte Zuwächse verbuchen konnten, lagen die Neuabschlüsse bei Bausparverträgen, Lebens- und Renten- sowie anderen Versicherungen noch unter dem Vorjahresniveau. Holzner wies abschließend darauf hin, dass die VR Bank 2009 632.000 Euro Gewerbesteuer an die sechs Gemeinden im Geschäftsbereich überwiesen habe.

Der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Hochries-/Bahnhofstraße in Prien, in dem künftig die Hauptgeschäftsstelle ihren Sitz haben wird, war in der Versammlung kein Thema. Es wurde lediglich darauf hingeweisen, dass in diesen Tagen die Decke auf der zweigeschossigen Tiefgarage betoniert werden soll, so dass dann die Hochbauarbeiten für die vier Geschosse beginnen können. Die Fertigstellung wird für Ende 2011 angestrebt.

Ihre Verankerung in der Region untermauerte die Bank anschließend, indem sie Schecks unterschiedlicher Höhe über zusammen 5500 Euro zur Unterstützung an die Sportvereine aus den sechs Gemeinden überreichte: an Peter Kapfer vom TuS Prien, Ulrich Sauer vom ASV Eggstätt, Stefan Forstmeier vom TSV Breitbrunn-Gstadt, Jürgen Bauer vom WSV Aschau, Ansgar Schwirtz vom TSV Bernau und Thomas Schuster vom TSV Rimsting. Insgesamt unterstütze die VR Bank im Priener Bereich Schulen, Kindergärten, Vereine und andere Einrichtungen jährlich mit rund 15.000 Euro, berichtete Holzner. Über ihre Bürgerstiftung Rosenheimer Land hatte die VR Bank heuer unter anderem auch einen behindertengerecht ausgestatteten Kleinbus im Wert von über 40.000 Euro an die Björn-Schulz-Stiftung übergeben. Deren Umbau eines Dreiseithofs im Klostergut Mitterndorf bei Gstadt wird derzeit auch durch die OVB-Weihnachtsspendenaktion unterstützt.

Eingangs der Versammlung hatte Vorstand Werner Matheisl für die gesamte VR Bank Rosenheim-Chiemsee 2010 als ein "sehr positives Jahr" bilanziert. Kritisch setzte er sich mit den sogenannten Regulierungsmaßnahmen in Folge der Krise auseinander, die die Risiken der Bankenbranche reduzieren sollen. Längst nicht alle Maßnahmen sind Matheisl zufolge im ursprünglich geplanten Umfang umgesetzt worden. "Am Anfang war der Wille groß, dann ist es immer weniger geworden." Er wäre zum Beispiel für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer gewesen.

"Bei international tätigen Banken hat die Aufsicht ganz klar versagt", sparte der Vorstand nicht mit Kritik. Auch die gesetzlich beschlossenen "Beipackzettel" für Finanzprodukte verfehlen für Matheisl ihr Ziel, nämlich den Schutz der Anleger. "Der Verbraucher wird entmündigt." Die VR Bank stehe unverändert zur Maxime, weniger schriftlich, aber dafür unvermindert persönlich zu beraten. "Was der Kunde nicht versteht, soll er auch nicht kaufen."

"Die VR Banken sind gut durch die Krise gekommen", bilanzierte Matheisl. Zusammen mit den Sparkassen habe sie viele Mittelständler aufgefangen, die von den Großbanken im Stich gelassen worden seien.

db/Chiemgau-Zeitung

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