Baumaßnahmen: Sorgfältiger Umgang mit Geld

Prien - "Wir sind mit den baulichen Maßnahmen innerhalb des Kostenrahmens geblieben", sagte nun Priens Bürgermeister in Bezug auf die Jahresrechnung 2010 des Hochschulverbands.

"Das zeigt, dass wir mit großen Beträgen sorgfältig umgegangen sind", so der Bürgermeister in der jüngster Sitzung des Hochschulverbands, die im Rathaus der Marktgemeinde stattfand, weiter.

In dem Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von 1,85 Millionen Euro spiegelt sich die energetische Generalsanierung der Franziska-Hager-Schule wider. Das oberste Anliegen sei gewesen, aus den 9,5 Millionen, die für die Sanierung bereit gestellt worden waren, das Beste zu machen. Der Unterhalt für die Schule habe sich innerhalb eines Jahres um mehr als 50.000 Euro reduziert und solle auch künftig reduziert bleiben. "Wir haben ein Schmuckstück geschaffen und es soll auch eines bleiben", so Seifert.

Das Gremium, dem die Bürgermeister und einige Gemeinderäte aus den Gemeinden im Schulsprengel von Eggstätt bis Aschau angehören, genehmigte die Jahresrechnung einstimmig. Priens Kämmerer Georg Schmid hatte zuvor die Zahlen genannt: In Einnahmen und Ausgaben schließe die Jahresrechnung 2010 mit 10,85 Milionen Euro. Auf den Verwaltungshaushalt entfielen 1,28 Millionen, auf den Vermögensetat 9,5 Millionen Euro.

Im Vergleich zum Haushaltsansatz sei ein Überschuss von 181.000 Euro erwirtschaftet worden, weil Bauunterhaltsaufwendungen ebenso niedriger ausgefallen seien wie die Zinsaufwendungen für Darlehen. Die Rücklagen seien im vergangenen Jahr um rund 150.000 Euro gestiegen und stünden nun für Investitionen in den Folgejahren zur Verfügung.

Welcher finanzielle Kraftakt die Komplettsanierung war, lässt sich am Vergleich des Gesamtvolumens der Jahresrechnung 2010 (13,85 Millionen) mit der von 2009 herauslesen, die sich auf 2,6 Millionen Euro summierte und die das Gremium ebenfalls verabschiedete. Davon entfielen auf den Verwaltungshaushalt 1,19 Millionen und auf den Vermögenshaushalt 1,5 Millionen Euro.

Finanzielle "Kompetenzgrenzen"

Schmid erklärte weiter, es gebe nun "Kompetenzgrenzen" für den Haushalt der Schule. Die Gemeinde habe mit Mittelschul-Rektor Hans-Joachim Reuter schriftlich fixiert, bis zu welchem Betrag er Anschaffungen selbst beantragen könne beziehungsweise ab welcher Summe er Rücksprache halten müsse. Dies betreffe zum Beispiel Lebensmittel für die Küche, Fachliteratur oder Bürobedarf. Reuter fügte hinzu, er empfinde diese Regelung nicht als Gängelung, sondern als Absicherung.

Schmid stellte den Haushalt für das laufende Jahr vor. Der Verwaltungshaushalt schließe in Einnahmen und Ausgaben mit 1,4 Millionen, der Vermögensetat mit 2,4 Millionen Euro. 600.000 Euro seien für Kreditaufnahmen veranschlagt, der Höchstbetrag der Kassen.

Der Kämmerer führte weiter aus, dass der Schuldenstand 2010 nach der Sanierung 9,37 Millionen Euro betrage und zum 31. Dezember 2011 voraussichtlich bei 8,55 Millionen Euro liegen werde.

Seifert sagte dazu, es sei gelungen, die Investitionskostenumlage nicht in Anspruch zu nehmen. Die Kosten pro Schüler hätten sich um 340 Euro gesenkt. "Damit werden die Mitgliedsgemeinden des Verbandes geringer belastet." Man habe für die Sanierung "hervorragende" Preise erzielt. Die Verzinsung der Kredite liege unter der Inflationsrate. "Wir verdienen Geld mit aufgenommenem Geld." Das Gremium gab dem Haushalt grünes Licht.

hä/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser