Neubesetzung des Gremiums musste mangels Interesse abgeblasen werden

Priener Jugendrat hatte keine Wahl

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Prien - Der Priener Jugendrat bleibt voraussichtlich für ein weiteres Jahr in seiner bisherigen Besetzung bestehen. Eigentlich sollten dieser Tage im großen Kursaal neue Mitglieder gewählt werden.

Aber obwohl die Marktgemeinde alle jungen Priener von 14 bis 19 Jahren persönlich angeschrieben und eingeladen hatte - nach Angaben aus dem Rathaus über 700 - hatte nur ein Dutzend Jugendlicher den Weg in den Kursaal gefunden, darunter fünf amtierende Jugendräte.

Deshalb verständigten sich Bürgermeister Jürgen Seifert, Jugendreferentin Ella Pelzl sowie die beiden Sprecher des Gremiums, Lukas Seebrecht und Nadine Jochim, die Amtsperiode um ein Jahr zu verlängern.

Bei der erstmaligen Wahl des Jugendrats vor gut zwei Jahren waren noch über 50 junge Leute gekommmen. Nun soll Ursachenforschung betrieben werden, warum diesmal das Interesse so gering war, kündigten Seifert und Pelzl am Montagabend bei einem Treffen der Elternbeiräte der örtlichen Schulen im Rathaus an (wir berichten darüber noch gesondert).

Eine mögliche Ursache für die mangelnde Resonanz auf die Einladungen, denen auch ein Brief des Vorsitzenden Seebrecht an die jungen Leute beigelegen hatte, sah Pelzl darin, dass die Veranstaltung nicht über Internetportale wie "Facebook" beworben worden war. Seifert vermutete zudem, dass seit der Gründung des Jugendparlaments Ende 2009 einige Wünsche der Priener Jugend verwirklicht worden seien und die jungen Leute nun davor zurückgeschreckt seien, dass durch die Wahl in das Gremium vermeintlich nur "Arbeit" verteilt werden sollte.

Der Jugendrat tagt das nächste Mal öffentlich am Donnerstag, 17. März, um 18 Uhr.

db/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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