Tanz, Platteln und Gesang in Rottau

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Der Trachtlernachwuchs glänzte mit einem "Dätscher".

Rottau - Bei strahlendem Sonnenschein verlief das 40. Mostfest der Rottauer Trachtler ganz nach dem Geschmack der vielen Besucher.

Neben den Jubiläumspreisen bei den Getränken und preiswerten Speisen sorgten vor allem die abwechslungsreichen Darbietungen für gute Unterhaltung. Es traten Goaßlschnalzergruppen aus übersee, Bernau und Rottau sowie die Jungen Gederer mit Tanz, Platteln und Gesang auf. Dazu spielten im Lauf des Tages drei Musikgruppen.

Vor 40 Jahren hatte der damalige Vorplattler Felix Uth für die aktive Trachtengruppe auf dem Lagerplatz erstmals ein kleines Fest organisiert. Zu trinken gab es selbstgemachten Most. Das war die Geburtsstunde des Rottauer Mostfestes. Die nächsten Jahre wurde das Fest im idyllisch gelegenen, geräumigeren Steinbruch ausgetragen. Seit nunmehr 29 Jahren wird das Fest, immer an Mariä Himmelfahrt, im Homer Obstgarten nahe der Kirche veranstaltet.

Für ihre Verdienste beim Mostfest bekamen Festleiter Felix Uth und Homerbauer Hans Hofmann, der seinen über 1000 Menschen Platz bietenden schattigen Obstgarten zur Verfügung stellt, je einen Geschenkorb von Vorstand Miche Schmid überreicht. Für die Besucher des 40. Mostfestes gab es bis zum Zwölf-uhrläuten und eine Stunde am Nachmittag Sonderpreise: ein halber Liter Most und Bier kosteten jeweils nur 1,50 Euro und die nichtalkoholischen Getränke einen Euro.

Die handwerklich so gelungene Mostfestbühne, die als Altar für das Gaufest 2000 in Rottau in unzähligen Stunden gebaut worden war, fand wohl heuer ein letztes Mal Verwendung beim Mostfest: Sie soll als Veranstaltungsstadel den neugestalteten Kirchplatz schmücken.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte zunächst die Rottauer Dorfmusi und am Nachmittag eine staade Musi, die heimische Daschnbiche Musi. Am Abend spielte erstmals beim Mostfest die Gromboch Musi, zwölf Mann aus ganz Oberbayern, die sich zu einer Kapelle zusammengefunden haben und deren Repertoire aus feiner bayrischer und böhmischer Blasmusik besteht.

Die 30 Jungen Gederer, die heuer den Jugendförderpreis des Marktes Grassau erhalten hatten, zeigten am Abend ihr Können, die Kleinsten den "Dätscher" und die Buam glänzten beim Platteln. aj

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