Gautrachtenverband tritt Verein bei

Die Mundart darf nicht aussterben

Hittenkirchen - Die "Bairische Sprache" ist Bayerns Kulturträger Nummer Eins. Dialekte sind Kennzeichen für Regionen.

Testen Sie's: Wie gut ist Ihr Bairisch?

Gemäß diesen Erkenntnissen ist der Chiemgau-Alpenverband für Tracht und Sitte dem Verein "Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau" beigetreten.

In einem Gastvortrag in der Gaufrühjahrsversammlung in Hittenkirchen (wir berichteten bereits ausführlich in unserer gestrigen Ausgabe) erläuterte Rudi Mörtl aus Traunstein die Aufgabenfelder vom Verein "Bairische Sprache", der seine Arbeit vor 15 Jahren aufgenommen hat. Derzeit hat der Verein 650 Mitglieder. Ziel ist es, dass sich noch mehr Leute der Erhaltung des Sprachschatzes annehmen.

"Wer Dialekt als falsches Deutsch bezeichnet, tut der wahren Bildung keinen Gefallen" - In diesem Sinne wies Rudolf Mörtl auf wissenschaftliche Untersuchungen ebenso hin wie auf den dritten Weltatlas der Unesco für bedrohte Sprachen, die erstmals die Bairische Sprache als gefährdet bezeichnet.

Entfellner: "Es ist 5 vor 12"

Gauvorstand Ludwig Entfellner sagte: "Es ist 5 vor 12". Sebald Bachmann aus Schleching forderte, mehr "Schneid" zu zeigen, wenn es darum gehe, den Dialekt einzusetzen. Albert Niedermayer aus Atzing meinte, dass bereits in den Kindergärten der Sprachschatz schwer verändert werde.

hö/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser