Ortsbild gegen Lärmschutz

Gstadt/Gollenshausen - Weil sie sich nicht in das Ortsbild einfügt, hat der Gemeinderat Gstadt auch einen veränderten Antrag für eine Schallschutzwand einstimmig abgelehnt.

Weil sie sich nicht in das Ortsbild einfügt, hat der Gemeinderat Gstadt auch einen veränderten Antrag für eine Wand an der Chiemseestraße in Gollenshausen einstimmig abgelehnt.

Bereits in der vorherigen Sitzung hatte das Gremium den Antrag zum Bau einer Schallschutzwand aus Glaselementen mit Betonzwischensäulen abgelehnt. Der neue Entwurf sah eine laubenartige Konstruktion der Säulen mit dazwischen stehenden Pflanztrögen vor. Der eigentliche Schallschutz werde, so Bauamtsleiter Bert Vodermair, mit auf- beziehungsweise- zwischengesetzten Glaselementen erreicht.

Nach einhelliger Auffassung des Rates füge sich auch der neue Entwurf nicht in das Ortsbild ein und löse zudem nicht die Problematik, dass durch die Schallreflektion der Wand die Nachbarn auf der anderen Straßenseite zusätzlich belastet werden könnten.

Dem Antrag auf Vorbescheid für den Bau eines Mehrfamilienhauses am Max-Märtens-Weg im Bereich des Bebauungsplanes "Waldstraße-Mitte" stimmte der Rat inklusive einiger Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans zu: dem Einbau eines Quergiebels, der Anhebung der Dachneigung auf 26 Grad sowie der Erweiterung von zwei auf drei Doppelgaragen mit Duplexsystem .

Grünes Licht erteilte das Gremium auf der Grundlage der Außenbereichssatzung für den Ortsteil Lienzing dem Neubau eines Einfamilienhauses.

Weil für den Uferbereich des Chiemsees zwischen der Anlegestelle der Fraueninsler Fähre und dem Restaurant "Inselblick" zurzeit eine Umgestaltung in Planung ist, stellte der Rat den Antrag auf Genehmigung für zwei Werbetafeln für den Bootsverleih zurück. Der Antragsteller soll nach Rücksprache mit dem beauftragten Landschaftsplaner einen Entwurf ausarbeiten, in dem die beantragten auf die bestehenden Schilder abgestimmt sind.

Bürgermeister Bernhard Hainz gab noch bekannt, dass an der Loibertinger Straße ein Neubau mittlerweile bis auf das Dach im Rohbau stehe, obwohl die Gemeinde dem Bau in dieser Form nicht zugestimmt habe. Der Rat hatte den Antrag seinerzeit aus ortrsplanerischen Gründen mehrheitlich abgelehnt. Das Landsratsamt Rosenheim als übergeordnete Behörde hatte die Genehmigung aber dann doch erteilt, so Hainz.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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