Neubau ist das Ziel

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Rimsting (CH-Z) - Die Mitglieder der beiden Sportvereine in der Gemeinde, des Turn- und Sportvereins (TSV) und des Tennisclubs (RTC), sollen bei ihren Jahreshauptversammlungen Anfang nächsten Jahres darüber abstimmen, ob ein neues Sportheim gebaut werden soll oder nicht.

Diese Vorgehensweise bei der Entscheidungsfindung wurde jetzt in einer außerordentlichen Versammlung des TSV zumindest für dessen Mitglieder festgelegt. Die TSV-Familie genehmigte auch einstimmig eine neue Vereinssatzung, die das Jahrzehnte alte Regelwerk des Clubs ablöst.

Vorstand Thomas Schuster konnte nichts Neues in Sachen Sportheimbau berichten. Es liegt eine genehmigte Bauvoranfrage mit der Auflage vor, wegen der Lage im Landschaftsschutzgebiet ein Gutachten erstellen zu lassen.

Bürgermeister Josef Mayer hatte in der Bürgerversammlung (wir berichteten) erklärt, dass das Gutachten, wie er im Vorfeld gehört habe, für den Bau positiv ausfallen werde.

In den Versammlungen der beiden Sportvereine sollen den jeweiligen Mitgliedern die Planung und Finanzierung vorgestellt werden, kündigte Schuster an. Es solle dann nur die Frage "Ja" oder "Nein" für oder gegen einen Neubau gestellt werden.

Eine Renovierung des Sportheims in Westernach mit einem Anbau sahen der TSV-Vorsitzende und der anwesende Bautechniker der Gemeindeverwaltung, Martin Obermüller, aufgrund des Bauzustands nicht als Alternative an. Wie zuvor Mayer in der Bürgerversammlung nannte jetzt auch Schuster als Ziel, dass nach dem positiven Votum der Mitglieder bald der Bauantrag gestellt und voraussichtlich schon im Oktober oder November nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden könne.

Als Bauträger treten die beiden Sportvereine auf. Die Gemeinde will sich, wie bekannt, an der Finanzierung mit 500000 Euro beteiligen.

Die Neufassung der Vereinssatzung sei zwingend notwendig geworden, ansonsten hätte der Verein die Gemeinnützigkeit verloren, erläuterte Schuster den zweiten wichtigen Tagesordnungspunkt. In mehreren Sitzungen sei auf der Grundlage einer Mustersatzung des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) und mit einem Notar die neue Satzung erarbeitet worden. Der Entwurf sei bereits dem Finanzamt vorgelegt und dort für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für völlig in Ordnung befunden worden. Nach Abänderung einiger kleinerer Passagen im Text wurde die Satzung einstimmig genehmigt.

Große Mühe hatte sich der TSV, mit 1000 Mitgliedern der größte Verein in der Gemeinde, mit einer Umfrage an alle Haushalte gemacht. In einem Fragebogen sollten die speziellen Wünsche und Bedürfnisse der Bürger ergründet werden.

Über den Rücklauf von nur 23 Fragebögen sei der TSV aber "zutiefst enttäuscht" gewesen, kommentierte Zweite Vorsitzende Beate Zwingheim. Die Umfrage könne daher in keiner Weise als repräsentativ gelten.

Allerdings habe sie doch etwas Gutes gebracht, erklärte die Zweite Vorsitzende. Mit Rudolf Beck habe sich ein Mitglied gemeldet, das den Seniorensport als Übungsleiter übernehmen wolle, was auch bereits geschehen sei.

th/ChiemgauZeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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