Neue Anlage geplant

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Prien - Der Solarboom in der Marktgemeinde hält an: Die Priener Solargesellschaft will im nächsten Monat eine weitere Anlage auf den Dächern der Franziska-Hager-Schule in Prien bauen und in Betrieb nehmen.

Auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung hat Anton Stefanutti, einer der beiden Geschäftsführer, gestern mitgeteilt, dass die neuen Module und deren Montage insgesamt rund 85000 Euro kosten.

Die Idee, umweltfreundliche Energie aus der Kraft der Sonne zu gewinnen, fällt in Prien nach wie vor auf einen fruchtbaren Boden. Hohe Renditen auf die Einlagen locken ebenso immer mehr Bürger, mit ins Boot zu steigen und gemeinsam Sonnenstrom zu produzieren. Und so hat die Priener Solargesellschaft weiter Zulauf: Mittlerweile stützt sie sich auf 150 Bürger, die Geld investiert und sich Anteile an der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gesichert haben. Das Gesellschaftskapital beträgt nach Angaben von Herbert Langmann, dem anderen Geschäftsführer, "nahezu 300000 Euro".

Bereits eine ganze Reihe von Anlagen hat die Solargesellschaft in den vergangenen Jahren zum Laufen gebracht. Am meisten Strom produziert sie auf den Dächern der Franziska-Hager-Schule. Auch auf der Waldorfschule unterhält sie eine Anlage ebenso wie - so ihr jüngstes Kind - auf dem Stadel des Trachtenvereins in Atzing. In dem Ortsteil hatte sie Ende letzten Jahres über 70000 Euro für die neuen Module investiert, die eine Gesamtleistung von rund 20 Kilowatt-Peak bringen.

Und genau so eine Anlage mit eben dieser Leistung will sie nun in Prien auf der Franziska-Hager-Schule bauen. Die Module werden nach Angaben von Stefanutti auf dem Westtrakt montiert - auf einem Dach, das bislang noch "frei" sei. Die Solargesellschaft werde auf einer neuen Fläche von rund 160 Quadratmetern Strom erzeugen. Theoretisch sei auf diesem Dach sogar noch Platz für weitere Module, blickt Stefanutti schon einmal weit in die Zukunft.

Der Bau der Anlage erfolgt gleich zu Beginn des neuen Schuljahres - dann, wenn der Hauptschulverband die Sanierung des Gebäudes abgeschlossen hat. Stefanutti rechnet damit, dass die beauftragte Firma die Module innerhalb von "rund zehn Tagen" auf dem Dach montieren lässt und dass dann wenig später die Stromerzeugung beginnt. Der Vertriebsweg wird so sein wie gehabt: Die Bürger verkaufen ihre Energie zu einem festgesetzten Preis und speisen sie ins Netz der Firma Eon ein.

Mit ihrer neuen Anlage steigert die Priener Solargesellschaft noch einmal ihre Stromproduktion: Auf über 600 Quadratmetern erzeugt sie dann etwa 80000 Kilowattstunden im Jahr. Rein rechnerisch betrachtet reicht diese Menge aus, um rund 30 Haushalte zu versorgen.

Die 20 Kilowatt-Peak, die die Bürger demnächst auf der Schule montieren lassen, kosten nach Angaben von Geschäftsführer Stefanutti etwa 85000 Euro. Bereits "mehr als die Hälfte" der Investitionen sei über die Zeichnung neuer Anteile finanziert.

Wer Interesse hat, der kann immer noch einsteigen: Ein Anteil an der Gesellschaft ist für 1000 Euro zu erwerben. Durch die vertraglich gesicherte Einspeisung des Stromes in das öffentliche Netz über 20 Jahre sei, so Geschäftsführer Langmann, mit einem jährlichen Ertrag pro 1000 Euro von etwa 70 Euro zu rechnen. Weitere Auskünfte gibt's unter Telefon 08051/1382 und im Internet unter www.chiemseeagenda.de (Gemeinde Prien).

Gernot Pültz/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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