Neue Brücke über Prien entsteht

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Die Brücke über die Prien in Westernach ist ein Nadelöhr. Fußgänger und Radler müssen sich auf nur 1,20 Meter Breite aneinander vorbei zwängen.

Rimsting - Die Brücke über die Prien auf dem Chiemsee-Uferweg in Westernach ist ein Nadelöhr. Fußgänger und Radler müssen sich aneinander vorbei zwängen. Das wird bald passe sein.

Der Gemeinderat Rimsting hat die Weichen für den Neubau einer drei Meter breiten Brücke gestellt - die alte ist nur 1,2 Meter breit. Im Zuge der Neukonzeption des Chiemseerundweges soll die alte Holzbrücke ersetzt werden. Die Baukosten werden bisher auf rund 240.000 Euro geschätzt. Die Gemeinde kann auf einen Zuschuss von etwas mehr als der Hälfte dieser Summe hoffen.

Der Gemeinderat legte in seiner jüngsten Sitzung eine Reihe von Details für den Neubau fest und gab sie dem Planer vom Priener Ingenieurbüro Dippold & Gerold mit auf den Weg. Dieser wird in den nächsten Sitzung die Detailplanung vorlegen und eine aktuelle Kostenschätzung erarbeiten, die als Grundlage für die Ausschreibung dienen sollen. Mit der baulichen Umsetzung rechnet der Planer im September oder Oktober dieses Jahres.

Bürgermeister Josef Mayer hatte zu Beginn darauf hingewiesen, dass die Rad- und Fußgängerbrücke über die Prien ohnehin hätte erneuert werden müssen - unabhängig davon, dass sie zu schmal sei. Erfreulicherweise könne der Neubau nun im Rahmen des Chiemsee-Uferweg-Projekts mit einem staatlichen Zuschuss von 51,8 Prozent erfolgen.

Matthias Gerold stellte einige Konstruktions- und Gestaltungs-Varianten vor. Die Tendenz im Gremium ging im Hinblick auf die Kosten und den Unterhaltungsaufwand ganz eindeutig hin zu einer Unterkonstruktion aus Stahl. Diese Varianate würde Gerold zufolge inklusive der Anbindung der Wege 240.000 Euro kosten. Falls die Fundamente (Widerlager) an beiden Endpunkten der alten Brücke für den Neubau wiederverwendet werden können, was noch untersucht werden soll, würde dies 20.000 Euro sparen.

Die neue Brücke soll, wie ihr Vorgänger, leicht gebogen gebaut werden. Unterschiedliche Meinungen gab es über die Gestaltung des Geländers. Das Gremium stimmte über Varianten aus Holz, Stahl oder einer Kombination beider Werkstoffe ab.

Mehrheitlich abgelehnt wurden die Ausführungen ausschließlich in Holz oder Stahl. Eine kombinierte Konstruktion aus Holz und Stahl wurde mit einer Gegenstimme befürwortet. Das Stahlgeländer soll durch stehende, naturbelassene Holzpfosten in einzelne Abschnitte unterteilt werden.

Im Gegensatz zum bestehenden Gussbelag soll die neue Brücke mit Lärchenholz oder mit einem Recyclingmaterial belegt werden.

Gerold hatte den Gemeinderat auch darauf aufmerksam gemacht, dass für kombinierte Brücken für Fußgänger und Radfahrer in der Regel eine Breite von vier Metern erforderlich sei. Da jedoch die anschließenden Wege schmäler seien, habe die Regierung einer Breite von nur drei Metern zugestimmt.

Einige Räte sahen dies trotzdem kritisch, da es ihrer Meinung nach keinen Sinn mache, einen drei Meter breiten Übergang zu schaffen, wenn der unmittelbar anschließende Weg in Richtung Prien schmäler sei.

Der Bürgermeister erklärte dazu, dass eine Verbreiterung des Weges wegen des dortigen Auwaldes nicht möglich sei. th

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