"Teestube" unter neuer Leitung

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Denise Lamich (links) ist die neue Chefin in der "Teestube". Gitti Plank hat ihr die Schlüssel und die Verantwortung für den Jugendtreff übergeben.

Prien - Die offene Jugendarbeit hat eine neue Leiterin. Denise Lamich hat in der "Teestube" die Nachfolge von Gitti Plank angetreten.

Ihre Vorgängerin Gitti Plank ist nun unter anderem für die Koordination der kompletten Schul- und Jugendsozialarbeit im Schulsprengel Prien verantwortlich.

Nach 13 Jahren hat Gitti Plank die Leitung der "Teestube" abgegeben. Damals war der Jugendtreff noch im Keller des Ludwig-Thoma-Hauses an der Seestraße untergebracht. 2001 mietete die Gemeinde von der Bahn das Haus am Seestraßenkreisel (Postadresse: Chiemseebahnweg 2). Die "Teestube" zog um.

Im gleichen Jahr zeichneten sich schon erste Veränderungen in der Struktur der Jugendarbeit ab, als die Schulsozialarbeit an der damaligen Hauptschule anlief. 2005 gab der Markt Prien dann die personelle Trägerschaft der offenen Jugendarbeit an die Diakonie ab, weil der Wohlfahrtsverband auch andernorts ähnliche Einrichtungen betreibt und deshalb zum Beispiel bei Urlaub oder Krankheit von Mitarbeitern flexibler reagieren kann.

Seitdem hat sich viel verändert. Vor allem entstanden an den Schulen Ganztagsangebote - seit 2010 auch eine solche gemeinsame Nachmittagsbetreuung von Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) und Realschule - und ebenfalls betreut von Mitarbeitern der Diakonie.

Dieses Angebot wird auch im zweiten Schuljahr von 55 Kindern beziehungsweise deren Eltern sehr gut angenommen. Nach Unterrichtsende werden die Realschüler ins LTG geleitet, wo in der Mensa gemeinsam gegessen wird. Dann geht's zurück in die Realschule zu den Hausaufgaben, bevor Freizeit unter Aufsicht in der "Teestube" winkt, bis die Mädchen und Buben nachhause fahren.

Die große Teilnehmerzahl bedingt einen entsprechenden Personalbedarf zur Betreuung. Die koordiniert Plank, sie organisiert dort den Einsatz von vier weiteren Fachkräften der Diakonie. Parallel koordiniert sie die komplette Schul- und Jugendsozialarbeit der Diakonie im Schulsprengel, neben Prien auch in Aschau, Bernau und Bad Endorf. Und schließlich unterstützt sie ihre Nachfolgerin zehn Stunden pro Woche in der "Teestube".

Dort hat zum neuen Schuljahr Denise Lamich als Vollzeitkraft das Kommando übernommen. Die 39-Jährige kommt ursprünglich aus dem kleinen Städtchen Luckau in Brandenburg. Sie hat 20 Jahre in Berlin gelebt, dort ein Fachhochschulstudium zur Diplom-Sozialarbeiterin/-Sozialpädagogin absolviert und als Familienhelferin Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gesammelt.

Seit einigen Jahren kam Lamich mit ihrem Partner schon regelmäßig zum Urlaub in den Chiemgau. Weil beide aus der Millionenstadt Berlin wieder heraus in eine ländlichere Gegend wollten, kam die freie Stelle in der "Teestube" gerade recht.

Dort schließt sie jetzt montags bis donnerstags jeweils von 14.30 bis 18.30 Uhr auf, freitags von 12.15 bis 21 Uhr. Während am frühen Nachmittag vor allem die Fünft- und Sechstklässler aus der Ganztagsbetreuung Kicker, Billardtisch oder Sitzgruppen in der "Teestube" in Beschlag nehmen, ist der Treff ab 17 Uhr den über 15-Jährigen vorbehalten.

Derzeit ist Lamich noch in der Kennenlernphase, baut Vertrauen zu den jungen Leuten auf und bastelt an Zusatzangeboten. So bietet sie, passend zu ihrer laufenden Ausbildung zur Tai Chi- und Qigong-Lehrerin, montags ab 18.30 Uhr eine Stunde zur Entspannung für mitunter ganztags-gestresste Jugendliche. Mittwochs wird ab 18.30 Uhr Musik aufgelegt.

Die neue Leiterin ist zuversichtlich, bald einen guten Draht zu allen ihren Schützlingen zu haben. "Ich spreche ihre Sprache, auch wenn ich kein Bayerisch spreche", lächelt sie. Um mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, nutzt sie vor allem das angesagte Internet-Netzwerk "Facebook". Und Lamich kann auch auf das personelle Netzwerk der Diakonie zurückgreifen. Denn mit Plank bei der "offenen Ganztagsschule" (OGS) für LTG und Realschule, Eva Ellmayer-Schönberger bei der OGS am Förderzentrum und Maren Welkener bei der Schulsozialarbeit an der Franziska-Hager-Mittelschule hat das Diakonische Werk an den meisten örtlichen Schulen die Jugendlichen unter seiner Obhut.

db/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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