"Aktenzeichen XY" brachte neue Hinweise

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Das Juwelier-Geschäft nach dem Überfall im Juni 2012.
  • schließen

Bad Endorf - Neue Spuren nach dem Überfall auf einen Juwelier im Juni 2012: Nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" meldeten sich telefonisch neue Zeugen.

Am Mittwochabend präsentierte die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen bisher nicht geklärten Fall aus Bad Endorf: der Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft vom 18. Juni 2012. Die Täter gingen äußerst brutal vor und verletzten den 39-jährigen Geschäftsinhaber schwer im Gesicht. Er musste in einer Spezialklinik in München behandelt werden und kann bis heute seinen Beruf nicht wieder ausüben.

"Ungutes Gefühl" gleich beim ersten Besuch

In einem Einspielfilm wurden die unheimlichen Besuche der beiden späteren Täter in dem Juweliergeschäft dargestellt. Sechsmal fühlten sich die beiden offenbar von anderen Kunden oder Nachbarn gestört und verließen überstürzt das Geschäft, nach dem sie sich zuvor beraten ließen. Der erste Besuch fand schon vor Pfingsten 2012 statt und gleich fielen die Täter dem Geschäftsinhaber und seiner Mutter unangenehm auf. Das "ungute Gefühl" sollte sich bewahrheiten.

Der Tag nach dem Überfall

Mögliche neue Spuren

Peter Heinz, Kriminalhauptkommissar von der Kripo Rosenheim, nannte dann im anschließenden Gespräch mit Moderator Rudi Cerne mehrere mögliche Spuren, für die Zeugen gesucht werden:

- So vermutet Peter Heinz, dass es der erste Überfall des Duos war, weil beide sich sehr unsicher verhielten. Ihr auffälliges Verhalten bemerkten auch anderen Kunden und Nachbarn so konnten recht präzise Phantombilder erstellt werden. Sie wurden in der Sendung präsentiert.

- Die ausländischen Täter müssen während der Zeit ihrer Observation des Geschäftes irgendwo in Bad Endorf oder der Region gewohnt haben.  Die Polizei sucht also Hinweise auf die Unterkunft und möglicherweise auch auf Arbeitsstellen der beiden in dieser Zeit.

- Das Duo klaute unter anderem unverkäufliche, wertlose Musterringe. Sollten sie versucht haben diese zu verkaufen, könnte das jemanden aufgefallen sein.

- Die Polizei hält es auch für möglich, dass die Täter auch andere Juwelier-Geschäfte ausgekundschaftet haben - ohne sie dann später überfallen zu haben. Sie könnten woanders auch durch ihr merkwürdiges, nervöses Verhalten aufgefallen sein.

- Eine Spur ist weiterhin der Skoda Octavia Combi Typ 2, mit dem die Täter am Samstag vor der Tat gesehen wurden. Heinz schränkte aber ein, dass dieses Auto vielleicht lediglich kurz vor der Tat gekauft oder ausgeliehen wurde

- Zuletzt bat der Kommissar seine Polizeikollegen um besondere Aufmerksamkeit: Die brutalen Täter könnten woanders, etwa bei einer Schlägerei, aufgefallen sein. Die Kripo hofft, dass das Phantombild vielleicht einen Streifenpolizisten bekannt vorkommt.

Erste neue Erkenntnisse

Auf der ZDF-Teletext-Seite 371 teilte der Sender kurz nach der Sendung schon erste neue Ergebnisse in dem Fall mit!

Auf Anfrage von rosenheim24 sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd, dass es infolge der Sendung insgesamt 30 neue Hinweise gegeben hat. Einige Hinweise seien "sehr interessant" und man wolle diesen schnellstmöglich nachgehen.

So meldete sich ein Geschäftsmann, der ebenfalls einen solch merkwürdigen Besuch von dem Duo erhalten haben will. Außerdem riefen Privatleute aus der Region Bad Endorf im XY-Studio an, die von dem Duo nach Unterkünften gefragt wurden.

Laut ZDF sagte Kriminalhauptkommissar: "Eine interessante Spur, die auch zeitlich genau in dem Rahmen passt. Wir werden alles so schnell wie möglich überprüfen."

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser