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Bergwacht: Auf neue Herausforderungen einstellen

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Die Bergwacht ist ein unverzichtbarer Bestandteil des bayerischen Rettungsdienst. Auch nach den Gesetzesänderungen sind sie gut aufgestellt.

Aschau - Gesetzesänderungen sind immer eine heikle Angelegenheit für die direkt Betroffenen. Diese Erfahrung musste auch die Bergwacht machen. Aber gute Vorbereitung ist alles...

Lesen Sie hier den Originalartikel aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

Auf neue Herausforderungen einstellen

Die Bergwacht Sachrang-Aschau hat sich auf alle Änderungen, die durch das neue bayerische Rettungsdienstgesetz eingetreten sind, in den letzten Jahren gut vorbereitet. "Jetzt kann sie die Forderungen erfüllen", erklärte Bereitschaftsleiter Hans Feistl bei der Jahreshauptversammlung.

Die Bereitschaft hat aktuell 62 Mitglieder, davon leisten 33 als aktive Bergwachtleute ihren Dienst, zehn Bergwacht-Anwärter und neun Mitglieder in der Jugendgruppe bereiten sich mit der gezielten theoretischen und praktischen Ausbildung auf ihre künftigen Aufgaben vor; zehn weitere Mitglieder sind derzeit nicht als Bergretter aktiv. Die Bereitschaft leistete im Vorjahr 4700 Stunden Vorsorgedienst im Winter sowie 4400 Stunden im Sommer und wandte rund 2300 Stunden für die Aus- und Weiterbildung auf. Jedes einzelne der 62 Mitglieder war also über sieben Tage rund um die Uhr ehrenamtlich im Einsatz für die Öffentlichkeit, für ein "Dankeschön" oder auch keins.

Zu 83 Einsätzen am Berg wurden die Bergwachtleute im Bereich des Prientales zwischen Kampenwand und Tiroler Grenze alarmiert. 50 Einsätze wurden von den Bergrettern aus Sachrang abgewickelt, 33 Einsätze von den Kameraden der Bereitschaft Wasserburg im Bereich der Kampenwand.

Neue Wache in alter Forstdiensthütte

Höhepunkt des letzten Jahres war für die Sachranger Bergwacht die Einweihung und Inbetriebnahme der neuen Bergrettungswache in Aschau in der alten Forstdiensthütte in Fuchslug, die in den letzten beiden Jahren von den Mitgliedern in viel Eigenleistung, unterstützt durch Spenden aus der Bevölkerung errichtet wurde. "Steigende Einsatzzahlen und immer neue Trendsportarten sowie die stetig wachsende Anzahl von Leuten, die Erholung in den Bergen suchen, zwingen die Bergwacht sich auf immer neue Herausforderungen einzustellen", erklärte Feistl. Bisher sei wertvolle Zeit für die Einsatzvorbereitungen vergangen, weil Mannschaft, Gerät und Einsatzleitung voneinander getrennt untergebracht waren. Eine Hubschrauberlandung war in der alten Zentrale im Aschauer BRK-Heim mitten im Ort auch nicht möglich. "Jetzt haben wir optimale Voraussetzungen für unsere Arbeit zum Wohle der Menschen", sagte der Bereitschaftsleiter. Für den Umbau und Ausbau der Station seien 36 000 Euro angefallen, 20 000 Euro kamen aus Sach- und Arbeitszeitspenden dazu, 2200 Arbeitsstunden wurden in Eigenleistung erbracht.

Die Ausbilder der Bereitschaft berichteten von vielen Ausbildungen und Übungen im vergangenen Jahr. Diese theoretischen und praktischen Übungen hätten entscheidend zum hohen Ausbildungs- und Leistungsstand der Bereitschaft beigetragen.

Erste Erfolge gebe es auch aus der 2006 gegründeten Jugendgruppe zu vermelden, berichtete Bereitschaftsleiter Feistl. Aus dieser werden im Laufe des Jahres vier Mitglieder als Anwärter in die Bereitschaft wechseln, sieben neue Jugendliche haben die Absicht erklärt, in die Jugendgruppe einzutreten. Feistl dankte allen Kameraden für die geleistete Arbeit und bat auch im neuen Jahr wieder so gewissenhaft und engagiert die anstehenden Arbeiten und Dienste in der Ausbildung und bei den Einsätzen durchzuführen.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

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