Streit um eine Baulücke am Moorbad

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Über die Bebauung an der Moorbadstraße wurde in der jüngsten Bauausschusssitzung heftig diskutiert.

Bad Endorf - Der Bauausschuss beschäftigte sich vor allem mit dem Änderungsantrag für den Bereich des Bebauungsplans „Am Moorbad“.

Mit rund 20 Tagesordnungspunkten beschäftigte sich der Bad Endorfer Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Breiten Raum nahm der Änderungsantrag von Josef Hofstetter für den Bereich des Bebauungsplans "Am Moorbad" ein, der aber schließlich abgelehnt wurde.

Der Antragsteller wollte aufgrund einer geänderten Wohnsituation neuen Bauraum in Form eines Einfamilienhauses für Einheimische an der Moorbadstraße verwirklichen. Seiner Ansicht nach könnte damit auch eine vorhandene Baulücke entlang des betroffenen Straßenzugs geschlossen werden.

Bauamtsleiter Günter Bayer erklärte, dass im Juli für den südlichen Grundstücksteil bereits eine Genehmigung für ein Einfamilienhaus ausgesprochen wurde: "Für den anschließenden nördlichen Teil setzt der Bebauungsplan aber eine private Grünfläche fest." Rupert Rotter, ÜWG, bekam bei dem Sachverhalt eigenen Aussagen nach "Bauchweh", schließlich habe das Gremium schon bei dem ersten Bauwunsch für das südlich genehmigte Haus große Zugeständnisse gemacht. "Wenn wir nun dem zweiten Antrag zustimmen, werfen wir unsere ursprünglichen Planungen über den Haufen." Ins gleiche Horn bließ Georg Mitterer, SPD. Er forderte, an den Planungen für dieses Areal festhalten.

Wolfgang Kirner, CSU, bewertete die Sachlage gänzlich anders: "Wir können damit nicht nur eine Baulücke schließen, sondern zudem auch noch Bauraum für Einheimische schaffen". Auch bezweifelte er, dass bei einer rechtlichen Auseinandersetzung die Gemeinde auf Dauer den Bauwunsch verhindern könne. Ähnlich votierte Fraktionskollegin Bettina Scharold: "Wir haben mit der Baugenehmigung für ein Haus nördlich des nun zur Diskussion stehenden Areals ein Faktum geschlossen, mit dem wir die dadurch entstandene Baulücke nun schließen müssen. Da kommen wir nicht drum herum". In der Abstimmung wurde der Antrag gegen die Stimmen der Fraktion mit 5:3 abgelehnt.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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