Bertram Vogel wird PTG-Chef

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Bertram Vogel (Mitte) bei der Vertragsunterzeichnung gestern Mittag im Rathaus mit Bürgermeister Jürgen Seifert und dessen Stellvertreterin Renate Hof.

Prien - Am Mittwoch hat Bertram Vogel, Chef des Regensburger Stadtmarketings, im Rathaus seinen Anstellungsvertrag unterschrieben. Damit ist er der Nachfolger von Ferdinand Reb.

Bürgermeister Jürgen Seifert und seine Stellvertreterin Renate Hof strahlten, als die Tinte auf dem Vertrag trocknete. "Er war mit Abstand der beste Bewerber", freute sich Seifert. Über 80 Kandidaten hatten sich um die Nachfolge von Reb beworben, der Prien zum Jahresende auf eigenen Wunsch aus familiären Gründen verlassen wird. Nach der Vertragsunterzeichnung stand für Vogel die Vorstellung bei den 60 Mitarbeitern der PTG auf dem Programm.

Wann er sein neues Amt antreten kann, ist noch nicht ganz klar. Das hängt von noch ausstehenden Verhandlungen mit seinem bisherigen Arbeitgeber ab. Im Idealfall soll Vogel ab 2. Januar die PTG-Geschäfte führen. Weil Vorgänger Reb nach einem Patellasehnenriss noch länger das Krankenbett hüten muss (wir berichteten), soll die Übergabe der Amtsgeschäfte eventuell an einem gemeinsamen Klausurwochenende erfolgen, kündigte Seifert an.

Vogel stammt aus dem Landkreis Hof und hat - wie Reb - an der Uni Bayreuth ein Studium zum Wirtschaftsgeograf absolviert. Es folgten drei Jahre Projektarbeit an der Uni Chemnitz, in der es um die Zusammenarbeit mehrerer Städte ging, von Chemnitz über Plauen und Zwickau bis Hof und Bayreuth. Nach eineinhalb Jahren in einem Beratungsbüro wechselte er nach Regensburg, wo der heute 42-Jährige seit rund zehn Jahren Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH ist, die dort nicht nur Tourismusbetriebe, sondern auch alle anderen relevanten Bereiche, zum Beispiel den Einzelhandel, abdeckt.

Dass ihn die "Vernetzung aller Akteure" nach eigenem Bekunden reizt, könnte Vogel auch in Prien zugute kommen. Denn vorstellbar ist, dass er über das rein Touristische hinaus zum Beispiel auch das Ortsmarketing unter seine Fittiche nimmt. Um das bewerkstelligen zu können, ist Seifert zufolge angedacht, dass bestimmte Abteilungen der PTG künftig eigenverantwortlicher arbeiten und so für den Geschäftsführer mehr Spielraum entsteht.

"Ich setze auf die Akteure, die Menschen, die da sind", umschrieb Vogel gestern im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung sein Credo.

Er hatte sich Prien und die Umgebung (O-Ton: "Ein gottgegebener Winkel") angeschaut, nachdem er die Stellenausschreibung entdeckt hatte. Von diesem Besuch sei ihm besonders die Freundlichkeit und Offenheit der Priener im Gedächtnis haften geblieben. Ihn reize, die Stärken des Ortes "innovativ nach außen zu tragen", in Zusammenarbeit mit allen Akteuren neue Impulse zu setzen und nachhaltige Entwicklungen anzustoßen. "Auf den Kopf stellen" wolle er aber nichts, vielmehr an die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers anknüpfen.

Vogel ist ledig, aber liiert, fliegt Gleitschirm und wandert gern in den Bergen. Dort schätzt er den Weitblick und zugleich die Möglichkeit, "etwas sich setzen zu lassen".

Chiemgau-Zeitung

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