Neues Kloster bezogen

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Der 1836 erbaute Grabenstätter Pfarrhof ist nun ein kleines Kloster. Am kommenden Sonntag wird es offiziell eingeweiht.

Grabenstätt - Grabenstätt verfügt über ein neues Kloster. Nachdem der Umbau des Pfarrhofs abgeschlossen ist, bezogen zwei der vier Patres aus dem Orden der Franziskaner-Minoriten den klösterlichen Konvent.

Einweihung ist am Sonntag, 4. Oktober, verbunden mit einem Tag der offenen Tür.

Pfarrer Pater Augustin wird von hier aus die Geschicke der Pfarrgemeinschaft Grabenstätt, Erlstätt, Vachendorf und Bergen leiten. Ihm zur Seite steht Kaplan Bernhard. Die beiden anderen Patres, Ciprian und Lucian, verbleiben an ihrem bisherigen Wohnort Bergen. Sie werden von dort aus ihre seelsorgerischen Tätigkeiten wahrnehmen. Für nächstes Jahr ist der Zuzug eines weiteren Paters aus ihrer Heimat Rumänien geplant, der die klösterliche Gemeinschaft in Grabenstätt unterstützen wird. Rund 200.000 Euro betrugen die Umbaukosten, die größtenteils vom Ordinariat übernommen wurden.

Notwendig geworden war die Renovierung der Bäder und Sanitäranlagen. In der Klausur im Obergeschoss entstand neben den Zimmern der Patres auch ein gemeinsamer Aufenthaltsraum. Ebenfalls im ersten Stock befindet sich eine Hauskapelle.

Im Parterre wurde die Küche erneuert und ein Refektorium (Speisesaal) eingerichtet. Die Renovierung der Pfarrbüros stand ebenfalls an. Zusätzlich mussten etliche unvorhergesehene Hürden während des Umbaus genommen werden. So verlief in dem alten Gemäuer manches Abwasserrohr anders als vermutet. Ein eingemauerter Feldstein ließ einen kleinen Mauerschlitz zum großen Wanddurchbruch werden.

Ungemach in Form von Holzwürmern stellte sich beim Öffnen der Bodendielen auf dem Dachboden heraus. Dessen Bekämpfung verursachte erhebliche Mehrkosten.

Doch jetzt sind die Umbaumaßnahmen abgeschlossen und mit der Einweihung am 4. Oktober gibt es einen Tag der offenen Tür. Nach der Einweihung um 13.30 Uhr besteht die einmalige Gelegenheit, die Klausur zu besichtigen. Ein Begrüßungsschluck und Freilose erwarten die Gäste in der ab 14 Uhr geöffneten Bücherei. Wer will, kann sich zwischendurch mit Klostersuppe oder Kaffee und Kuchen stärken, bevor sich um 17 Uhr die Pforten des Klosters für die Allgemeinheit für immer schließen.

kem/Chiemgau-Zeitung

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