Nikolaus-Turnen: Alle Register gezogen

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Prien - Mehr als stolz sein darf die Vorsitzende der TuS-Turnabteilung, Ingrid Feßler. Beim Nikolaus-Turnen in der LTG-Halle zogen die kleinen Turnerinnen und Turner sämtliche Register.

Gleichwohl war die zweistündige Veranstaltung beileibe keine reine Turnvorführung. Vielmehr hatten die Leiterinnen der einzelnen Gruppen daraus eine richtige Show gemacht, die teilweise einem Musical glich. Allen voran Nicola Becher-Küblbeck. Von ihr stammten die meisten Ideen.

So spielte sich das gesamte Programm in der TV-Sendung "Sportstudio" ab. Von dort aus wurden die "ersten Priener Turnfestspiele" übertragen.

Sportreporterin war Jana Fritz und an ihrer Seite der "Priener Bürgermeister" (alias Janina Küblbeck). Letzterer nutzte natürlich die Gelegenheit, um seine Marktgemeinde anzupreisen. Doch die Turner ließen keine Gelegenheit aus, mit ironischen Seitenhieben auf Missgeschicke in der Gemeinde hinzuweisen. So bauten sie die neue Verkehrsinsel am Brucker Kreisel nach, deren Brunnen nur spärlich Wasser spritzte. So wie zuvor das Original.

Großartig war die Einrad-Vorführung der allgemeinen sowie der Leistungsgruppe unter der Regie von Nicola Becher-Küblbeck und Heike Fuhrmann-Röger. Einzeln oder als Paar vollführten die Radlerinnen wahre Kunststücke. In der Schlussformation bildeten sie sogar einen Schulbus. Den "Tarzan" gaben die Trampolinspringer, sie vollführten wilde Kunststücke unter der Leitung von Melanie Slabon. Neben den Hauptdarstellern "Tarzan" und "Jane" sorgte eine Kindergruppe, verkleidet als Affen-Bande, für viele Schmunzler. Rührend gestaltete sich die Szene, als ein kleiner Affe die weinende Jane tröstete.

Sensationell präsentierte sich die Vorführung der Leistungsturngruppe "Die Turnerin". Hier war wirklich alles geboten: artistisches Bodenturnen samt Spagat, Radschlagen und Salti, Hebefiguren und Pyramiden, gepaart mit anmutigem Ausdruckstanz. Große Talente kamen dabei zum Vorschein. Die Zuschauer auf den beiden Tribünen kamen aus dem Staunen nicht heraus. Applaus und Bravo-Rufe begleiteten die Vorführungen.

Für Furore sorgten die Allerkleinsten ab zwei Jahre der Eltern-Kind-Gruppe unter der Leitung von Carola Hoop, Sabrina Mayer und Beate Bäcker. Hier zeigte sich, wie Kindern das Turnen spielerisch beigebracht wird. Zur "Dschungelparade" hatten sich die drei besonders viel einfallen lassen. Affen, Löwen bis hin zu Flamingos sowie allerlei exotische Pflanzen tummelten sich im Dschungel, sprangen über Hindernisse oder hingen an Seilen, die wie Lianen von der Decke rankten.

Selbst Preisverleihungen gab es aus den Händen von Celina Gartner, Chiara Obermüller, Maria Höper und Fliona Shoshi. Auch an die zugehörigen Fanfaren mit Darius Fritz und Quentin Küblbeck war gedacht. Dass unter den Turnerinnen und Turnern auch Musiker sind, bewies ebenso das Hackbrettvorspiel der "Chiemsee-Kreizl-Musi" mit Magdalena Löhmann, Franziska Paar und Stefanie Rabe.

Nur einer fehlte noch! Was wäre auch ein Nikolaus-Turnen ohne Nikolaus? Der Heilige erschien zum Finale in Begleitung von seinem treuen Knecht Rupprecht. Es gab Geschenke für die Turnerinnen und Turner, während "Tarzan" den Nikolaus-Stab halten durfte.

Ingrid Feßler hatte zu Beginn der Veranstaltung nicht zu viel versprochen: "Das wird ein Nikolaus-Turnen, wie wir es noch nie hatten!" Wild und exotisch in der Vorweihnachtszeit.

gf/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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