Noch ein Kreisverkehr

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Landrat Hermann Steinmaßl (Zweiter von links), MdL Klaus Steiner und Bürgermeister Georg Schützinger (Vierter und Fünfter von links) mit Vertretern der beteiligten Ämter, Behörden, Planungsbüros und Baufirmen.

Grabenstätt - Mit dem traditionellen Spatenstich erging der Startschuss für einen weiteren Kreisverkehr bei Grabenstätt. Er entsteht südseitig der A8 mit Anbindung des Gewerbegebietes Oberwinkl.

Ein 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg wird zusätzlich für Sicherheit sorgen.

Außerdem wird an der Staatsstraße eine Bushaltestelle entstehen, die in den Linienverkehr der RVO integriert wird. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 840.000 Euro. Davon entfallen auf die Gemeinde 515.000 Euro. Die Planung übernahm die S.A.K. Ingenieursgesellschaft mbH aus Traunstein, die Baumaßnahme ausführen wird die Firma Streicher, Altenmarkt.

Zunächst wird der südliche Teil der Baumaßnahme in Angriff genommen. Hiervon ist der Verkehr nicht betroffen. Voraussichtlich ab dem 26. Oktober wird die Staatsstraße 2096 in Richtung Übersee und Grassau gesperrt.

Ein Provisorium wird die Anbindung der Autobahn an den nördlichen Teil der Staatsstraße Richtung Grabenstätt ermöglichen. Außerdem werden an der Ausfahrt Bernau Vorhinweisschilder aufgestellt, um rechtzeitig die Autobahn in Richtung Grassau verlassen zu können.

Auslöser war die erforderliche Anbindung und Erschließung des neuen Gewerbegebietes Oberwinkl mit der Firma "Fossil". Sie wird ihren Verwaltungssitz nach Fertigstellung des neuen Gebäudes nach Oberwinkl verlagern. Dieser Standort ist für die Firma angesichts der unmittelbaren Nähe zur Autobahn ideal, so Bürgermeister Georg Schützinger.

Anbindung für Firma "Fossil"

Diese Anbindungsmöglichkeit war eine der Voraussetzungen für diese Standortwahl. Letztlich konnte sie nur mit starkem Beistand von Landrat und Landratsamt getroffen werden. Allen war es ein gewichtiges Anliegen, einen solchen potenten Gewerbebetrieb in der Region und am Wirtschaftsstandort Landkreis Traunstein zu erhalten. Außerdem werde in absehbarer Zeit der Ausbau der Autobahn erfolgen und jetzt wird, in der Zwischenphase sozusagen, mit dem Kreisverkehr begonnen.

Landtagsabgeordneter Klaus Steiner sprach von einem "großen Tag für den Landkreis, die Region und die Gemeinde. Hier werden mutig Signale gesetzt und eine wichtige Maßnahme geschaffen für die Zukunft." Für Betriebsansiedelungen und somit potenzielle Arbeitsplätze, für die Wirtschaft in der Region sei eine Verbesserung der Infrastruktur notwendig. Es sei ihm unverständlich, den Ausbau der A8 verhindern zu wollen.

Laut Landrat Hermann Steinmaßl haben Straßen vor allem eine dienliche Funktion: "Der Verkehr soll rollen und leistungsfähige Anbindungen müssen geschaffen werden." Der Kreisverkehr in Grabenstätt setze für den Landkreis ein wichtiges Signal.

Der Leiter des Straßenbauamtes, Sebald König, wies darauf hin, dass der Kreisverkehr die Unfallgefahr, welche momentan vor allem für Linksabbieger bestehe, entschärfe. Als ideale Lösung und ein politisches Signal sieht Dr. Wolfgang Wüst von der Autobahndirektion die Baumaßnahme, "auch wenn einem die Menschen nicht immer Wohlgesonnenheit entgegenbringen". Max Wimmer ("Fossil") bedankte sich für die Unterstützung und zeigte sich erleichtert, weil so die Sicherheit der 250 Mitarbeiter und der Kunden gewährleistet seien.

kem/Chiemgau-Zeitung

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