Weststeg im Mai in Betrieb

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Fraueninsel - Die Gemeinde Chiemsee hat in diesem Jahr viel vor: Der seit vielen Jahren diskutierte öffentliche Weststeg soll im April als Schwimmsteganlage montiert werden und in Mai in Betrieb gehen.

In der Bürgerversammlung wurden als weitere Schwerpunkte die Sanierung der Gemeindestege in Gstadt, die Anschaffung eines neuen Gemeindefahrzeuges, die Fertigstellung der energetischen Sanierung des Gemeindehauses und die Verbesserung der Breitband-Versorgung genannt.

In der gut besuchten Versammlung im "Klosterwirt" bedauerte Bürgermeister Georg Huber, dass erstmals von der Herreninsel keine Bürger gekommen seien. 13 Sitzungen des Gemeinderates habe es 2010 gegeben, darunter zwei Sondersitzungen. Das Sitzungsklima bezeichnete der Bürgermeister als "angenehm". Ein besonderer Dank galt allen Bürgern, die in irgendeiner Weise ehrenamtlich für die Gemeinde tätig gewesen seien.

Beim Rückblick auf den Christkindlmarkt 2010 mit über 50.000 Besuchern an zwei Wochenenden ging der Bürgermeister auf mehrere Leserbriefe ein, in denen unter anderem von einer "vermarkteten Insel" und einer "überlaufenen" Fraueninsel die Rede war. Huber bedauerte, dass es keine positiven Wortmeldungen gegeben habe.

Tatsache sei, dass viele Insulaner unmittelbar vom Christkindlmarkt profitieren würden, mache aber gar nicht. Bei der mittlerweile zehnten Auflage sei erstmals richtiges Winterwetter gewesen, wobei es aber auch zu zwei Personenunfällen gekommen sei, die jetzt ein gerichtliches Nachspiel erfordern würden.

Auch bei der energetischen Sanierung des Gemeindeamtes seien jetzt die Juristen gefordert. Diese Baumaßnahme, über die am meisten geschimpft und gelacht werde, sei nicht sauber und korrekt abgewickelt worden. Der Bürgermeister hofft auf eine Fertigstellung in diesem Jahr.

Finanzierung auf einem guten Weg

Dagegen sei die Finanzierung für den Bau des öffentlichen Weststeges auf einem guten Weg, fuhr Huber fort. Der Spendenstand habe sich beträchtlich nach oben entwickelt. Es müsse jetzt noch eine Nutzungsvereinbarung mit dem Wassersportverein Fraueninsel abgeschlossen werden.

Eine Verzögerung habe es deswegen gegeben, weil die Planung im Uferbereich geändert werden musste. Der Schwimmsteg soll zur Sicherheit mit vier Stahlpfosten befestigt werden.

In Gstadt werde die Sanierung der beiden Gemeindestege fortgesetzt. Zur besseren Stabilisierung der Stege seien bereits 456 Stahlrohrpfähle neben den bestehenden Holzpfählen eingeschlagen worden. Letztere werden demächst wieder herausgezogen.

Mit einer besseren Breitbandversorgung, einer schnelleren Datenübertragung im Internet, befasse sich die Gemeinde schon seit längerer Zeit, fuhr Huber fort. Während dies der große Wunsch der Abtei mit ihren vielen Seminargästen sei, wolle die Kommune die Akzeptanz bei den übrigen Insulanern aber noch ermitteln. Erst dann werde der Gemeinderat eine Entscheidung über zwei bereits vorliegende Angebote von Firmen treffen. In der Versammlung selbst wurde kein Wunsch nach einer besseren Breitbrandversorgung laut.

Huber freute sich, dass der Hauptsteg der Fraueninsel im Rahmen des derzeitigen Umbaus auch behindertengerecht gestaltet werde. Dies sei schon längere Zeit ein Wunsch der Gemeinde gewesen.

Sehr positiv fand der Bürgermeister, dass heuer die Landesausstellung "Götterdämmerung - König Ludwig II. und seine Zeit" im Schloss auf der Herreninsel stattfinden wird und die Rohbauräume im Nordflügel dafür ausgebaut worden sind.

Mit Blick auf den 2010 neu gegründeten, landkreisweiten Chiemsee-Alpenland-Tourismusverband hoffte Huber auf eine bessere Stimmung in den Gemeinden und auf einen baldigen, landkreisübergreifenden touristischen Zusammenschluss aller zehn Chiemseegemeinden.

Über die rege Diskussion und die Finanzen der Gemeinde berichten wir noch gesondert.

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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