Offene Türen für alle

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Aus dem alten Dorfwirt wurde das Bürgerhaus "Freiraum".

Übersee -Auf große Resonanz ist am Samstag die Eröffnung des neuen Kultur- und Sozialhauses "Freiraum" in Übersee gestoßen. Die Premierengäste waren begeistert vom Projekt und den Möglichkeiten im ehemaligen Dorfwirt.

"Wenn viele zusammenhelfen, ist hier alles möglich", blickte Vorstand Florian Ober in eine optimistische Zukunft.

Schon vor einem Jahr sei die Idee zum Projekt entstanden - mit vielen Fragen und Verunsicherungen. "Erst die positive Reaktion von der Jugendbeauftragten und Gemeinderätin Erika Stefanutti hat uns Mut gemacht", sagte Ober. Es folgte die Vorstellung bei Bürgermeister Marc Nitschke, dem das Projekt ebenfalls gefiel und der die Kontakte zum Hauseigentümer "Auer Bräu" herstellte. Als "Freiraum" nach zähen Verhandlungen schließlich grünes Licht bekam, krempelten die 18 Gründungsmitglieder des Vereins die Ärmel hoch. In nur drei Wochen seien dann Biergarten und Saal hergerichtet und das Haus entkernt worden - und das alles ohne Unterstützung von außen, berichtet Ober nicht ohne Stolz.

Grundsätzlich stünden die Türen für alle offen. "Wir haben zwar viele Pläne und stellen sicherlich auch einiges auf die Beine, aber vorrangig sollten Ideen und Anregungen von den Bürgern kommen", betonte Ober. Auf dem Premierenprogramm standen "D´Jagersteig Musi", das ungewöhnliche Marionetten-Theater "Kesselfligga", ein großer Spielplatz für die Kinder, "Klaus Kaufsnicht", "Rubber Cell" und "Plattenmeister Soul-Sepp". Groß und Klein waren begeistert. Als nächstes will "Freiraum" ein Begleitprogramm zum Reggae-Fest am kommenden Wochenende liefern. Die Rasta-Fans, die am gegenüberliegenden Bahnhof ankommen, werden mit Live-Musik im Biergarten begrüßt, können dort essen, frühstücken und sogar in beschränktem Umfang übernachten, erzählt Vorstandsmitglied Vera Bosse.

Nach dem Reggae-Fest soll es in regelmäßigen Abständen Kabarett und Kino geben. Auch ein zehnwöchiger Italienischkurs ist geplant. Bürgermeister Nitschke beglückwünschte den Verein - Vorstand ist Florian Ober , sein Stellvertreter Michael Berger, die weiteren Vorstände sind Vera Bosse , Achim Stümpfel , Steff Keller , Günther Hanisch und Peter Wollraab - zu seinem Kultur- und Sozialhaus und attestierte dem Führungsteam Standfestigkeit und Energie. Im mitgebrachten Gästebuch sollen sich nach Nitschkes Wunsch möglichst viele und unterschiedliche Gäste verewigen. Als "begabt, mutig und fleißig" bezeichnete die Jugendbeauftragte Stefanutti das Führungsteam und lobte: "Ihr seid eine große Bereicherung für den Ort." Damit "Freiraum" nicht mehr auf geliehene Blumenkästen angewiesen ist, hatte sie einen Blumen-Gutschein dabei. Am Eröffnungstag hatte "Freiraum" bereits 35 Mitglieder. Neue Mitglieder aller Altersklassen seien nach den Worten der Vorstände jederzeit willkommen.

vd/Chiemgau-Zeitung

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