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Bernauer in Orlando unter Mordverdacht

Ein Spinner? Vorwürfe gegen Pascal K.

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Der 19-jährige Pascal K. aus Bernau soll seine dreijährige Stieftochter vergewaltigt und umgebracht haben.
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Bernau/Orlando - Pascal K. aus Bernau ist in Orlando angeklagt seine Stieftochter vergewaltigt und ermordet zu haben. Auch die Kindsmutter stellt sich anscheinend nun auch gegen den 19-jährigen Bernauer.

Der Tod der dreijährigen Charlie Brame wirft weiter Fragen auf. Als die Notärzte sie am 23. November 2014 in ihrem Haus in Orlando vorfanden, konnte das Mädchen kaum noch atmen. Sie hatte mehrere Blutergüsse an Kopf und Rücken und erlag am nächsten Tag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ihr 19-jähriger Stiefvater aus Bernau, Pascal K., geriet schnell ins Visier der Ermittler. Er soll mit dem Mädchen alleine zu Hause gewesen sein, als sie sich die Verletzungen zuzog. Bei der Polizei gab Pascal an, dass Charlie wohl aus dem Bett gefallen sei.

Ärzte zweifeln Pascal's Aussage an

Dem widerspricht allerdings die Einlassung der Ärzte, die das Mädchen anschließend untersucht haben. Demnach sei es unwahrscheinlich, dass sie sich die Kopfverletzungen bei einem Sturz aus dem Bett zugezogen habe. "Die Verletzungen sprechen für eine stumpfe Gewalteinwirkung auf den Hinterkopf", so der Arzt im Polizeibericht. Zudem seien Anzeichen für sexuellen Missbrauch bei der Dreijährigen gefunden worden.

Der 19-Jährige sitzt mittlerweile in Haft und muss sich im Juni wegen Mord ersten Grades und Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Sollte er verurteilt werden, könnte ihm die Todesstrafe drohen. Pascal beteuert derweil seine Unschuld: "Ich habe nichts gemacht. Ich liebe das Mädchen", sagte er bei seiner Vernehmung.

Kindsmutter stellt sich gegen den Bernauer

Die Kindsmutter unterstrich in ihren ersten Aussagen bei der Polizei ebenfalls, dass sie sich nicht vorstellen könne, der 19-Jährige würde ihre Tochter verletzen. Er habe sie geliebt und sie stets wie sein eigenes Kind behandelt. Doch mittlerweile klingen ihre Aussagen anders. Wie der Orlando Sentinel berichtet, habe das Mädchen geweint, als sie an diesem 23. November zur Arbeit ging und ihre Tochter mit dem Stiefvater alleine ließ.

Das Verhältnis zwischen dem Mädchen und dem Bernauer sei zerfahren gewesen: "It was hot and cold (Es war wechselhaft)", sagte sie jüngst bei der Polizei aus. An manchen Tagen habe das Mädchen den 19-Jährigen geliebt und umarmt. Und an anderen Tagen nicht. Sie habe vermutet, dass sei so, weil er die Aufmerksamkeit der Mutter auf sich gezogen habe. Wie der Sentinel weiter berichtet, zeigten auch Gerichtsunterlagen eine eher holprige Beziehung zwischen Pascal und dem Mädchen vor ihrem Tod. Der 19-Jährige habe tägliche Videos beim gemeinsamen Singen mit der Dreijährigen und im Park aufgenommen, um zu zeigen, dass sie sich gut verstehen.

Nachdem die Kindsmutter die ärztlichen Unterlagen ihrer Tochter zu Gesicht bekommen habe, soll sie gesagt haben: "he's a weirdo, obviously." (er ist ein Spinner, offensichtlich) Sie verstehe auch nicht, warum er nach dem Vorfall zu den Nachbarn gegangen sei, statt selbst den Notarzt zu rufen. Grund dafür soll gewesen sein, dass sein deutsches Telefon nur mit Wi-Fi funktioniert habe und er die Kindsmutter nicht auf ihrem Mobiltelefon erreichen konnte. Vom Haus der Nachbarn habe er sie dann angerufen und ihr gesagt, sie solle die Ambulanz verständigen. Die Polizei geht davon aus, dass er 30 Minuten gewartet habe, um Hilfe zu verständigen.

So geht es weiter für Pascal

Der Prozess gegen den 19-Jährigen ist für Juni angesetzt. Er ist angeklagt wegen Mord ersten Grades, sowie fünffachen sexuellen Missbrauchs und Vernachlässigung eines Kindes. Laut dpa hat Pascal bereits auf nicht schuldig plädiert. Doch selbst wenn er vom Mordvorwurf freigesprochen wird, droht ihm wegen der anderen Punkte eine lebenslange Haftstrafe. 15 Geschworene werden im Gerichtssaal sitzen und über sein Schicksal entscheiden.

Quelle: rosenheim24.de

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