Ortsentwicklung wird ein Schwerpunkt

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Die nostalgische Chiemseebahn

Prien - Durch attraktive Veranstaltungen Gäste nach Prien zu locken, die hier Geld ausgeben, ist nur ein Ziel der "PrienPartner".

Das andere ist es, in bestimmten Bereichen die Aufenthaltsqualität der Besucher zu verbessern. Zusammengefasst werden alle Ziele in einem "Aktionsplan".

Als es darum ging, aus dem einzelhandelslastigen "Verband Priener Unternehmer" (VPU) die "PrienPartner" zu machen und diesen Verein auch für andere Branchen mehr zu öffnen, war Klaus Löhmann, der Wirtschafts- und Tourismusreferent des Marktgemeinderats, der wahrscheinlich eifrigste Werber überhaupt für die Sache.

Und auch jetzt, als die "PrienPartner" in einer Mitgliederversammlung nicht nur die Beiträge erhöhten (wir berichteten), sondern auch ihre Ideen für 2012 präsentierten, die mit den zusätzlichen Einnahmen verwirklicht werden sollen, war es Löhmann vorbehalten, den Fahrplan im "Bayerischen Hof" zu präsentieren.

"Wir sind noch am Anfang", beugte Löhmann eingangs zu hoch gesteckten Erwartungen der Mitglieder vor, konnte aber dann doch ein Gerüst für ein Veranstaltungsprogramm erläutern, das so ziemlich in jedem Monat des nächsten Jahres einen Akzent setzt.

Neben diesen fix terminierten Aktionen sollen nach Angaben des CSU-Marktgemeinderats auch Schwerpunkte gesetzt werden in der weiteren Verbesserung der Servicequalität oder der Ortsentwicklung. Für Letztere hat eine bunt gemischte Arbeitsgruppe kürzlich in nichtöffentlicher Sitzung dem Marktgemeinderat ein erstes Konzept präsentiert, das nun in den Fraktionen beraten wird. Spätestens 2012 soll es Löhmann zufolge auch in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

Auftakt des nächsten Jahres wird im Januar der werbewirksame Start eines "Priener Winterschlussverkaufs". Im Sommer dieses Jahres hatten die "PrienPartner" mit einer solchen Aktion schon einmal erfolgreich Neugier auf einen Einkaufsbummel in der Marktgemeinde geweckt.

Im Februar will der Verein beim Faschingszug Präsenz zeigen, im März beim Marktsonntag unter dem Motto "Winterkehraus" den Umsatz ankurbeln. Bei diesem und anderen Aktionstagen werden die "PrienPartner" eng mit der Priener Tourismus GmbH (PTG) zusammenarbeiten, teilweise auch Geld zur Organisation und Vermarktung beisteuern.

Während der Verein mit Ida Brömse eine hauptamtliche Mitarbeiterin für Organisation und Durchführung von Veranstaltungen engagiert hat (wir berichteten), hat auch die PTG gerade einen neuen Fachmann dafür eingestellt. Beide werden sich künftig im Haus des Gastes ein Büro teilen. So sollen Synergien geschaffen werden.

Ende April sollen Löhmann zufolge Kinder und Jugendliche an zwei Tagen in den Genuss von Rabatten in Priener Geschäften kommen. Im Mai wird die PTG mit einem Frühlingsfest die Saison einläuten und soll dabei, wenn es nach Löhmann geht, eine "Blumenwelle" im Ort auslösen. Ebenfalls im Mai soll nach der gelungenen Premiere heuer zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit einem professionellen Anbieter ein Antikmarkt auf die Beine gestellt werden.

Für den Juni wollen "PrienPartner" und PTG eine Radwoche auf die Beine stelle. Mit Unterstützung der sieben örtlichen Fachgeschäfte sollen geführte Touren, Pauschalen, Serviceaktionen und einiges mehr organisiert werden.

Im Juli 2012 soll "Swinging Prien" auf zwei Tage ausgedehnt werden. Die PTG will laut Geschäftsführer Bertram Vogel einige qualitativ höherwertige Bands verpflichten und das Festival mit mehreren kleineren Gruppen ergänzen. Das Radrennen des örtlichen Vereins soll von Samstag auf den Sonntag verlegt werden, um Interessenskonflikte mit dem Einzelhandel zu vermeiden.

Den Jakobimarkt, bisher neben Mittfasten- und Kathreinmarkt traditionell dritter verkaufsoffener Sonntag im Jahr in Prien, wird es im nächsten Jahr Löhmann zufolge nicht mehr geben. Weil die Umsätze an diesem Sommersonntag zuletzt nicht überzeugend waren, will man es alternativ mit zwei Wochen probieren, in denen die Läden donnerstags und freitags jeweils bis 20 Uhr offen bleiben sollen.

Dagegen "schreit die ,lange blaue Nacht' nach Wiederholung", kommentierte der Wirtschafts- und Tourismusreferent den Erfolg der Premiere heuer. 2012 soll laut "PrienPartner"-Vorstand Andreas Kaiser auch das Beleuchtungskonzept verbessert und ausgebaut werden, das heuer wegen der Regenfälle im Vorfeld nicht wie geplant umgesetzt werden konnte.

Für den September schwebt den "PrienPartnern" ein Weinfest vor und für die Zeit um Pfingsten, die Kaiser zufolge veranstaltungstechnisch "ein bisschen ein Loch" ist, wird derzeit über Schaukunsttage nachgedacht. Und natürlich gilt der Christkindlmarkt unter Federführung der PTG, der nach Umgestaltung und Ausweitung in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen hatte, weiterhin als ein Eckpfeiler im Jahreskalender.

db/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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