Ortsumfahrung bleibt "sehr dringlich"

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Halfing - Wie ist der Sachstand bei der möglichen Umgehungsstraße? Informationen darüber gab es in der jüngsten Gemeinderatssitzung:

Aufgrund der angekündigten Sachstandsinformation zur möglichen Halfinger Umgehungsstraße waren etwa 20 interessierte Gemeindebürger Zuhörer der jüngsten Halfinger Gemeinderatssitzung.

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Bürgermeister Peter Böck informierte darüber, dass die aktuelle Dringlichkeitsfortschreibung des Freistaates nunmehr von der Regierung endgültig beschlossen worden sei. Die Ortsumfahrung Halfing bleibe wie bereits im Vorentwurf in der Dringlichkeitsstufe 1 als "sehr dringlich" eingestuft. Mit dieser Vorgabe erscheine nach Bewertung von Werner Olk, Leiter des Staatlichen Bauamtes Rosenheim, eine Realisierung als sehr wahrscheinlich. Die von den Halfinger Räten festgelegte Vorgehensweise mit Durchführung einer vorherigen Bürgerbefragung hält das Staatliche Bauamt als möglich und für sehr sinnvoll.

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Anschließend informierte der Vorsitzende über den aus Sicht des Bauamtes möglichen weiteren zeitlichen Ablauf. Demnach wäre ein Planungsbeginn etwa 2013 möglich, für den erforderlichen Vorentwurf werden dann weitergehende Untersuchungen wie ein Umweltgutachten und technische Studien erforderlich. Die Dauer des anschließenden Planfeststellungsverfahrens ist unbekannt, da hier auch erstmalig Einwendungen und Anregungen vorgebracht werden können. Zudem sind in diesem Planungsstadium auch Widersprüche und eventuelle Klagen möglich. Die Gemeinde könne eine Ortsumfahrung auch noch ablehnen oder sich beispielsweise finanziell an besonderen Schutzmaßnahmen beteiligen.

Zur geplanten Abwasserentsorgung für den Außenbereich teilte Bürgermeister Peter Böck mit, dass mittlerweile der Zuwendungsbescheid des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim vorliege und bald möglichst mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen werden solle. Die Kostenberechnung des Vorhabens beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Euro, wofür die Gemeinde eine Förderung von 70 Prozent erhalte. Die Ausschreibung der Arbeiten solle demnächst erfolgen.

Abgelehnt wurde durch die Fachbehörden des Landratsamtes der auf mehrfachen Bürgerwunsch gestellte Antrag auf Errichtung eines Fußgängerüberweges in der Chiemseestraße im Bereich des Edeka-Marktes. Gründe für die negative Entscheidung waren insbesondere die bereits errichteten Überquerungshilfen, die vorhandenen Schülerlotsen sowie fehlende Personenzahlen bezüglich der Straßenüberquerung. Das Gemeinderäte kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass sie sich mit dieser Auskunft nicht zufrieden geben und sich weiter um den beantragten Überweg bemühen wollen. Als Argumente für einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel wurden insbesondere der sinnvolle und notwendige Schutz für Schulkinder sowie die Sicherheit der Bewohner des Stephanihofes angeführt. Auch war für die Räte schwer nachvollziehbar, warum in anderen Orten mit ähnlichen Gegebenheiten Fußgängerüberwege möglich seien. Keinesfalls könne dem Pkw- und Lkw-Verkehr ein derartiger Vorrang gegenüber der Sicherheit der Fußgänger eingeräumt werden, so das Gremium.

Auf Anregung des Schulamtes Rosenheim soll eine Umbenennung der bisherigen "Volksschule Halfing" in "Grundschule Halfing" erfolgen. Der Begriff Volksschule habe früher für kombinierte Grund- und Hauptschulen Verwendung gefunden. Da Halfing wie viele andere kleinere Gemeinden seit einigen Jahren nur mehr über eine Grundschule mit den Klassen eins bis vier verfügt, diene diese Namensänderung der Klarstellung der tatsächlichen Schulsituation, hieß es. Die Räte stimmten dieser Umbenennung in Absprache mit Schulleitung, Lehrerkollegium und Elternbeirat einstimmig zu.

Beim Krippenneubau ergaben sich bei den Zimmererarbeiten nach erfolgter Ausschreibung erhebliche Kostenmehrungen, so dass die Aufschreibung durch den Gemeinderat aufgehoben wurde. Für dieses Gewerk werde nunmehr eine Umplanung und eine Neuausschreibung erfolgen, was allerdings eine nicht kalkulierte Zeitverzögerung mit sich bringen dürfte. Ob und welche Auswirkungen dies auf die geplante Fertigstellung des Bauvorhabens zum nächsten Krippenjahr hat, sei derzeit nicht absehbar, so Böck.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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