Ortsumfahrung Obing kommt

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer mit den CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Steiner (rechts) und Roland Richter (links) im "Wochinger Brauhaus".

Traunstein - Der Planungsauftrag für die Ortsumfahrung von Obing wird in dieser Woche erteilt. Dies gab der neue Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bei einem Pressegespräch im "Wochinger Brauhaus" bekannt. Dort ging es natürlich auch um den A8-Ausbau!

An dem Pressegespräch nahmen auch die CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Steiner (Landkreis Traunstein) und Roland Richter (Berchtesgadener Land) teil.

 Dabei betonte Ramsauer, dass dabei auch die Belange der Bürgerinitiative, die sich gegen diese Umfahrung ausspricht, ernst genommen würden. Er löste damit sein Wahlversprechen ein, die Ortsumfahrung von Obing voran zu treiben, sollte die Union die Wahl gewinnen.

Der Landtagsabgeordnete Steiner war erleichtert. Er hatte, wie er gestand, große Sorge, dass das Vorhaben in Obing scheitern könnte, weil die zuständigen Stellen solche oftmals zurückstellen, wenn vor Ort keine Einigkeit besteht. Mit einer "Bemautung" der Bundesstraße, wie von den Grünen vorgeschlagen, könne man das Probleme nicht lösen, weil es zulasten anderer Gemeinden gehe.

Zum Ausbau der Autobahn zwischen dem Inntaldreieck und der Grenze bei Salzburg erklärte er, dass sich die Lenkungsgruppe, bestehend aus den drei landkreisbezogenen Arbeitsgruppen, für den sechsstreifigen Ausbau der 65 Kilometer langen Trasse mit Standstreifen ausgesprochen habe. "Mein Haus wird diesem Anliegen zustimmen und die Bundesstraßenbauverwaltung anweisen, die weiteren Planungen darauf auszurichten." Die Forderung nach Untertunnelungen, Einhausungen und Grünstreifen nehme er äußerst ernst, betonte der Minister. Er werde die Forderungen der Gemeinden auf wirtschaftliche und rechtliche Machbarkeit hin prüfen lassen.

Alle seien sich einig, dass der Ausbau der Autobahn kommen müsse, sagte der Landtagsabgeordnete Steiner. Lediglich über den Umfang bestehe Uneinigkeit. Im Vergleich zwischen dem "sanften Ausbau" (vier Fahrbahnen und zwei Standstreifen) und dem sechsstreifigen Ausbau mit zwei Standspuren gehe es nur um vier Meter Unterschied.

Allergrößte Bedeutung maß Ramsauer auch dem Ausbau der Bahnlinie München-Mühldorf-Salzburg zu. Die Deutsche Bahn AG werde eine erneute Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vornehmen. Eine Notwendigkeit sah er darin, die Achse Paris-München-Wien-Budapest zu entlasten, wenn durch den Bau des Brennerbasistunnels der Zugverkehr auf den Zulaufachsen München-Rosenheim-Brenner und Salzburg-Rosenheim-Brenner zunehmen wird. Deshalb sei es ein großes Anliegen, die Bahnlinie München-Mühldorf-Salzburg schnellstmöglich auszubauen. "Wobei die Anliegerbelange gesehen und gewahrt werden", versprach er.

bjr/Chiemgau-Zeitung

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