Pfarrer ein "Glücksgriff"

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Pfarrer zur Anstellung Johannes Keller bei seiner Amtseinführung vor der Priener Christuskirche mit Dekanin Hanna Wirth (links), Pfarrerin Christine Wackerbarth sowie den beiden Pfarrern Gerhard Prell und Stefan Fratzscher (hinten von links).

Prien - Große Freude bei der Gemeinschaft der evangelischen Christen in Prien, Bad Endorf und Obing: Mit der Einführung von Johannes Keller als Pfarrer zur Anstellung geht eine eineinhalbjährige Wartezeit zu Ende.

"Wie man so hört, habt Ihr mit Keller einen absoluten Glücksgriff getan und noch dazu ist er ein grandioser Trompeter", sagte Dekanin Hanna Wirth bei der Amtseinführung des Geistlichen in der voll besetzten Christuskirche in Prien.

Feierlich war schon der Auftakt, ein "Einzug nach Jerusalem", wie Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth das Betreten der Kirche im Gefolge des Blasorchesters bezeichnete. In Anspielung auf den Beginn der Karwoche scherzte Wackerbarth: "Wir hätten Ihnen auch gerne einen Esel zur Verfügung gestellt", denn den Einzug des neuen Pfarrers hätten die Gemeinden "herbeigesehnt".

Er dankte der Kirchenvorstandschaft und fünf Ruhestandspfarrern, die in den eineinhalb Jahren nach dem Weggang von Martina Posekart Wackerbarth und seine Frau Christine in ihren Dienststellen entlastet hatten.

Aber auch in Zukunft werde Keller "wohl eine Spagat machen müssen", sagte die Dekanin. Denn neben Prien ist der 28-Jährige, der zusammen mit seiner Frau Sabine nun in Eggstätt wohnt, auch für die evangelischen Gemeinden in Bad Endorf und Obing zuständig. "Pfarrer sind aber Vielseitigkeitskünstler", wusste Wirth.

Nachdem der "Senior" der evangelischen Christengemeinde in der Region, Pfarrer Stefan Fratzscher aus Großkarolinenfeld, feierlich die Ernennungsurkunde mit der Unterschrift von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich verlesen hatte, überreichte Wirth ein bronzenes Handkreuz an den neuen Pfarrer.

Vor dem Altar kniend bekräftigte Keller dann mit einem lauten "Ja, mit Gottes Hilfe" seinen Dienstantritt, ebenso wie die beiden Kirchenvorstände, Dr. Hans-Rainer Hannemann und Dr. Carl-Christian Jakobi, so den Willen zur Zusammenarbeit bekräftigten.

In seiner Antrittsrede ging Keller auf die Person Jesu ein, die sich als Gottessohn selbst erniedrigt habe und "gehorsam" bis in den Tod am Kreuz gewesen sei. Viele Menschen hätten "den Wunsch, Gott gleich zu sein, allen Grenzen zu entkommen". Aber auch Adam und Eva sei "der Biss in den Apfel nicht bekommen".

Für ihn persönlich sei dieser Tag der Amtseinführung ein "großer Wendepunkt", bekannte er.

Priens Zweite Bürgermeisterin Renate Hof hieß den 28-Jährigen willkommen und Pfarrer Fratzscher sagte: "Wir freuen uns und haben lange auf Sie gewartet."

Im Namen des Kirchenvorstands machte Dr. Hannemann den Geistlichen gleich mit den Eigenheiten der Christengemeinde in Prien vertraut. Für die evangelische Gemeinde Bad Endorf begrüßte ihn auch Pfarrer Gerhard Prell - scherzhaft auch mit einem Wortspiel. In "Endorf müssen Sie nicht so wacker Bart tragen wie Ihr Priener Kollege".

Wackerbarth erinnerte an personell schwierige eineinhalb Jahre und überreichte an seine fünf Ruhestandskollegen und Unterstützter Geschenke. Keller bekam von ihm "Perlen des Glaubens", zusammen mit einem kleinen Handbuch. Jeder der Gastredner hatte ein Geschenk für den neuen Pfarrer in Anstellung, der zuletzt in Milbertshofen tätig war.

daa/Chiemgau-Zeitung

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