Platten gebrochen, Balken angefault

+
Wer von der Weite hinaufschaut, erkennt kaum etwas, doch wer nah hingeht, merkt: Das Dach der Pfarrkirche Breitbrunn muss saniert werden.

Breitbrunn - Das Dach der Pfarrkirche St. Johannes bedarf dringend einer Sanierung. Die Dachplatten sind am Ende ihrer Lebensdauer und mehrere Balken im Dachstuhl sind stark angefault.

Die Dachplatten sind mit über 100 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer. Auch mehrere Balken im Dachstuhl sind stark angefault und müssen erneuert werden. Eine vorbereitende Maßnahme ging am gestrigen Montag über die Bühne: Zehn Helfer räumten den Dachstuhl leer.

Bevor die Kirchenverwaltung die Sanierung in Angriff nehmen könne, habe der Dachstuhl, so Kirchenpfleger Florian Düll im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung, zu allererst frei gemacht werden müssen. Gebrochene Dachplatten waren seinen Angaben zufolge ebenso zu entfernen wie der Abfall von früheren Reparaturen.

Um die Fußpunkte des Dachstuhles genau untersuchen zu können, habe alles weggeräumt werden müssen, so Düll. Zu diesem Zweck sei eine Schuttrutsche mit Container aufgestellt worden. Zehn Helfer haben dann seinen Angaben zufolge gestern den Abfall aus dem gesamten Dachstuhl zusammengetragen und zur Rutsche gebracht. Die Räumung sei erfolgreich zu Ende gegangen.

Nach dieser Aktion, so der Kirchenpfleger weiter, müssten nun die Schäden aufgenommen und die Kosten für deren Beseitigung ermittelt werden. Aller Voraussicht nach müsse die Pfarrei 50 Prozent der Kosten selbst tragen - was ohne Spenden nicht zu schaffen sein werde, meinte der Kirchenpfleger. Über eine ganze Reihe von Spenden für die Dachstuhlreparatur habe sich die Gemeinde aber schon freuen können, sagte Pfarrer Peter Bergmaier auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung.

Positiv sei, so Düll, dass das Kirchendach so steil sei. Aus diesem Grund habe sich die Dachfläche noch nicht gesenkt. Bevor das Dach letztlich neu gedeckt werden könne, müssten wohl zahlreiche Reparaturen vorgenommen werden, erklärte der Kirchenpfleger.

Sorgen bereitet Düll aber auch der Kirchturm. So seien von Westen her gesehen die Schäden am Anstrich und teilweise am Putz nicht mehr zu übersehen.

Eine erste Bestandsaufnahme habe ergeben, dass die Turmspitze und der Dachstuhl in Ordnung, das Dach dicht sei. Düll hofft, dass sich die erforderlichen Arbeiten im und am Kirchturm in erster Linie auf einen Neuanstrich der Fassade beschränken.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser