150 Pferde und über 20 Motivwagen

Viele prächtige Pferde gab's am gestrigen Sonntag beim Leonhardiritt in Breitbrunn zu bewundern. Fast 150 Rösser zogen durch den Ort - so viele wie noch nie. Und alle großen und vor allem kleinen Gäste hatten einen riesigen Spaß. Fotos Thümmler

Breitbrunn (ch-z) - Eine Rekordbeteiligung verzeichneten "D'Rosserer" am gestrigen Sonntag beim Leonhardiritt. Fast 150 prächtig herausgeputzte Pferde, einzeln mit Reitern, in Kutschen und Festwagen waren bei Traumwetter am 25. Oktober beim Leonhardiritt zu sehen.

Rund 2000 Zuschauer säumten die Straßen. Das Interesse am Pferd wird offensichtlich immer größer. Der Standarte des Vereins "D`Rosserer", der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, folgten 21 im Jubiläumsjahr besonders liebevoll gestaltete Festwagen und Kutschen sowie sehr viele schmucke Einzelreiter.

Über die Eggstätter- und Gstadter Straße ging es bis zum Ortsausgang nach Gstadt. Auf einer großen Wiese war der geschmückte Feldaltar aufgestellt. Dort erinnerte Diakon Anton Hoiß an den Abt Leonhard, der im frühen sechsten Jahrhundert in Frankreich lebte und das Kloster und die Stadt Noblac gründete. Als Leonhard der Gemahlin des Königs Theobert bei einer schweren Geburt beistand, schenkte dieser dem Kloster ein Stück Land von dem Ausmaß, das in einer Nacht mit einem Esel umritten werden konnte. Es wurde daraus eine besondere Stätte des Segens. So sei der Leonhardiritt entstanden, erklärte der Diakon. Das Gebiet, das mit den gesegneten Tieren umritten und umfahren werden könne, stehe in besonderer Weise unter dem Schutz Gottes.

Nach der Erflehung von Gottes Segen setzte sich der Zug der Pferde, Reiter und Gespanne in Bewegung.

Die sauber herausgeputzten Pferde mit ihren kunstvoll geschmiedeten Geschirrren und die mit Buchsbaum und Tannengrün geschmückten Festwagen und Kutschen waren ein herrliches Bild lebendigen Brauchtums. Die Musikkapelle Chieming fuhr auf einem eigenen Wagen mit wie auch die Röckefrauen und Kinder des Trachtenvereins Breitbrunn. Die traditionelle Bürgermeister-Kutsche war mit Breitbrunns Erstem und Zweiten Bürgermeister Hans Thalhauser und Juliane Lorenz und Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz besetzt. Die prächtigen Festwagen zeigten Heiligen-Symbole, Früchte des Feldes und der Gärten.

Vom wuchtigen Bräuross über Halfinger und Ponnys bis zum graziellen Turnierpferd reichte die Vielfalt der Tiere. Zu Ende ging der Leonhardiritt mit einer Brotzeit und Getränken in der Gemeindehalle. th

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