Positive Bilanz zur Halbzeit

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Prien - Zwei Adventswochenenden auf dem Christkindlmarkt Prien sind schon vergangen, zwei folgen noch - und schon jetzt sieht man überall zufriedene Gesichter.

Auch wenn Frau Holle bisher noch nicht die Kissen aufgeschüttelt hat: Sowohl die Priener Tourismus GmbH (PTG) als Veranstalter als auch die Standlbetreiber sind zufrieden.

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Nach der Übernahme der organisatorischen Verantwortung vom Verband Priener Unternehmer (VPU) hatte die Priener Tourismus GmbH (PTG) den örtlichen Christkindlmarkt im vergangenen Jahr aufgewertet. Unter anderem wuchs die Zahl der Stände und rund um den Marktplatz verstärkte sich der Lichterglanz an zahlreichen Gebäuden.

Zum Erfolg des "neuen" Marktes trug auch der Umstand bei, dass 2010 pünktlich zur Eröffnung der Winter Einzug hielt. Der Schnee war das i-Tüpferl fürs Ambiente. Heuer ist er zwar bisher ausgeblieben, der positiven Stimmung bei Standbetreibern und Besuchern tut dies aber keinen Abbruch.

Neu im Marktgeschehen dabei ist heuer die Fischerei Steinbeißer-Reiter mit Spezialitäten rund um den Chiemsee-Fisch. "Inzwischen hat sich rumgesprochen, dass wir hier auf dem Christkindlmarkt sind und es kommen viele Leute vorbei", freuen sich die zwei Damen vom Stand. "Viele Marktbesucher genießen gerne etwas Herzhaftes nach dem süßen Glühwein" haben sie beobachtet. Besonders die warme Renkensemmel komme bei den Kunden gut an.

Bilder vom Priener Christkindlmarkt:

Der erste Abend auf dem Priener Christkindlmarkt

Eröffnung des Priener Christkindlmarkts

Priener Christkindlmarkt startet

Ein paar Schritte weiter bietet Bianca Hopf weihnachtliche Dekorationen an. "Sehr viele kommen vorbei und schauen sich das Angebot an, sind interessiert an den einzelnen Artikeln." Gekauft werde weniger, Hopf vermutet als Grund für die Zurückhaltung das warme Wetter und die Konkurrenz durch die Christkindlmärkte rund um Prien. "Ich habe unter anderem handbemalte Christbaumkugeln aus Glas im Sortiment, die sind sehr beliebt."

Am zweiten Adventswochenende waren die Priener Freunde aus dem ungarischen Mogyord mit ihrem Bürgermeister Lászl Babic in der Marktgemeinde zu Gast. Babic lobte die reibungslose Organisation des Christkindlmarktes und freute sich, wieder in Prien zu sein. "Im letzten Jahr waren die Leute noch etwas zurückhaltend, weil sie uns und unsere Produkte noch nicht kannten, dieses Jahr kommen sie extra zu uns." Das original ungarische Gulasch sei der Verkaufsrenner, Babic hatte auch eine Weihnachtstradition aus seiner Heimat im Gepäck: Kleine Schokoladen in Folie, die man an den Christbaum hängt. "Auch diese Anhänger verkaufen sich sehr gut."

Über den guten Ablauf freute sich zur Halbzeit auch PTG-Geschäftsführer Bertram Vogel: "Das Team ist eingespielt, die Organisation ist perfekt." Die Reaktion von Einheimischen und Gästen auf den Christkindlmarkt sei gleichermaßen positiv. Auch die neuen "Engel" Sophie und Diana fänden die Besucher toll. Die zwei Himmelswesen "schweben" an den letzten beiden Adventssamstagen von 16 bis 18 Uhr statt wie bisher von 15 bis 17 Uhr über den Marktplatz.

So abwechslungsreich wie das Angebot der Stände ist auch das Rahmenprogramm. Am Samstag lud Ortsführerin Helga Schömmer zu ihrem dritten Kripperlrundgang durch Prien ein. Schömmer und ihre Mutter, die den Rundgang begleitete, haben selbst über 40 Krippen gesammelt. Darunter ist zum Beispiel eine winzige Krippenszene, in eine Walnuss "vom Onkel Ludwig damals gearbeitet", aber auch große Hauskrippen. Einige von den vielen Exemplaren haben die Schömmers Priener Geschäften zur Verfügung gestellt, andere Krippen, an denen der Spaziergang vorbeiführte, befinden sich im Besitz der Geschäftsleute.

Der Krippenspaziergang startete in der Taufkapelle, wo Nikolaus Obermüller über die dort ausgestellte Krippe aus dem Jahr 1890 berichtete, die jedes Jahr eine andere Szene zeigt. Der Rundgang führte weiter in die Alte Rathausstraße in die Schusterei Hofer. Schon bis zu dieser Station bestaunte die Gruppe die unterschiedlichsten Krippen, von winzig klein bis groß, orientalische, münchnerische, Krippen aus den verschiedensten Materialien wie Holz, Kork oder Glas.

Nach kleinen Stärkungen ging es schließlich über die Höhenbergstraße zum Schlusspunkt des Kripperlrundgangs bei der Firma "Voggenauer" in der Seestraße.

Schömmer bietet den Kripperlrundgang nochmal am Sonntag, 11. Dezember, ab 17 Uhr (Treffpunkt Bühne) an, Kinder dürfen kostenlos mitgehen.

Besucher, die eigenständig den Priener Kripperlspaziergang machen wollen, bekommen im Tourismusbüro im Haus des Gastes eine Übersicht der ausgestellten Krippen.

hä/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © hö

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