13 prägende Jahre zu Ende

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Thomas Boderke wurde mit Blumen verabschiedet: Monsignore Bruno Fink, Pastoralreferentin Maria Kotulek, Kirchenpfleger Franz Riesinger und Sieglinde Fuihl vom Pfarrgemeinderat Wildenwart, Boderke und seine Frau Kathrin, Elisabeth Weidenspointner und Nicolas Koschorz vom Pfarrgemeinderat Prien (von links).

Prien - Ein voll besetztes Gotteshaus und ein sehr gut besuchtes Pfarrfest bildeten den passenden Rahmen, um Thomas Boderke nach 13 Jahren als Gemeindereferent der katholischen Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt zu verabschieden.

13 Jahre hatte Boderke zusammen mit seiner Frau Katrin Kinder auf die Erstkommunion vorbereitet, Kindergottesdienste gehalten, Ausflüge organisiert und vieles mehr. "Ihr seid ein Seelsorge-Team, dass so einen Namen auch verdient", dankte Boderke für die gute Zusammenarbeit.

Schon in Boderkes Predigt in der Pfarrkirche ging es um die Frage der "Nachfolge". Man werde Zweifeln ausgesetzt, ob man den hohen Ansprüchen als Nachfolger der Jünger gerecht werde. Jesu habe diesen Anspruch selbst vorgegeben, als er sagte: "Der Menschensohn hat keinen Ort, wohin er sein Haupt legt", so Boderke. "Der Glaube ist Weg, nicht Haus", brachte es der scheidende Gemeindereferent auf den Punkt.

Wechsel ins Ordinariat

Umso erfreulicher, dass Monsignore Bruno Fink später beim Pfarrfest verkündete: "Er bleibt mit seiner Familie in Wildenwart."

Boderke wechselt beruflich ins Erzbischöfliche Ordinariat München und kümmert sich dort in Vollzeit um die Ausbildung von Gemeindereferenten und Religionslehrern.

Fink erinnerte an die Zeltlager, ans Abenteuer-Programm und ans Hochsee-Segeln, dass der Boderke, Offizier der Reserve, immer toll, mit klugen Ideen und Geschick organisiert habe.

Pastoralreferentin Maria Kotulek hatte ein besonders Abschiedsgeschenk parat. Sie überreichte Boderke eine Flasche echten "Schliers", wie der einzige bayerische Whisky vom Schliersee heißt.

Boderke ging in seinen Ausführungen auf die verschiedenen Orte ein, die zum Pfarrverband gehören, und verband damit schöne Erinnerungen, zum Beispiel an die Martinsumzüge in Greimharting, das Ritterturnier und vor allem die ersten Mädchen als Ministrantinnen in Hittenkirchen sowie an die wunderbare Kirchenmusik und die Ausflüge in Prien. "Das alles war für mich prägend."

Er habe sich schnell heimisch gefühlt, als er mit seiner Frau vor 15 Jahren hierher gekommen sei, auch wenn er nie versucht habe, Einheimischer zu werden. Die Menschen seien hier einfach offen und freundlich.

"Man trifft immer liebevolle Menschen"

Boderke ging auch auf die momentane Krise der Kirche ein und war sich sicher, dass man die Veränderungen nicht fürchten müsse, da man in der Kirche immer auf liebevolle Menschen treffe. "Ich bin sehr froh, dass ich mit meiner Familie nicht wegziehen muss", freute er sich.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Priener Blaskapelle, die Boderke zur Feier des Tages dirigieren durfte.

Viele Menschen freuten sich über das herrliche Wetter und die prächtige Stimmung beim Pfarrfest.

daa/Chiemgau-Zeitung

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