Ein Kreuz zum ersten Todestag der getöteten Farimah S.

Kurze Ausschreitungen vor Priener Einkaufsmarkt

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Ein Kreuz ist am Montagabend am Lidl in Prien für die getötete Farimah S. aufgestellt worden.
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Prien am Chiemsee – Am Montagabend hat das Bündnis "Chiemgau gegen Gewalt" aller Opfer von Gewalt gedacht. Anlass ist der erste Todestag von Farimah S. gewesen, die am 29. April 2017 vor einem Supermarkt getötet worden ist.

Update, 21 Uhr

Nach dem Ende der Veranstaltung haben sich die linken Versammelten noch einige Zeit nahe dem Lidl-Einkaufsmarktes aufgehalten. Gegen 19.30 Uhr haben auch die letzten Personen aus dieser Gruppe den Platz verlassen. Da mit hat sich die Situation vor Ort nun endgültig wieder normalisiert.

Update, 19.10 Uhr - Veranstaltung beendet

Die Veranstaltung ist mittlerweile beendet. Etwa 50 Personen, die sich der Veranstaltung des Bündnisses "Chiemgau gegen Gewalt" angeschlossen hatten, haben vor dem Lidl ein Kreuz aufgestellt, das an den ersten Todestag der niedergestochenen Farimah S. erinnern soll. Nach einer kurzen Ansprache hat sich die Gruppe rasch aufgelöst.

Bei einer Demonstration in Prien sind Einsatzkräfte der Polizei gefordert.

Personen des linken Spektrums sind derzeit noch vor Ort versammelt und spielen Musik. Zu Beginn der Veranstaltung haben Linksautonome für Unruhe gesorgt und versucht, eine Absperrung zu durchbrechen. Sie sind von Polizisten zurückgedrängt worden.

Bei einer Demonstration in Prien sind Einsatzkräfte der Polizei gefordert.

Während der Veranstaltung ist der Lidl die ganze Zeit geöffnet gewesen. Allerdings ist niemand mehr herangekommen an den Einkaufsmarkt, da die Zufahrtsstraße von Personen blockiert worden ist.

Ein ausführlicher Bericht zu der Veranstaltung folgt am Dienstag.

Update, 18.10 Uhr - erste Ausschreitungen

Vor Ort in Prien gibt es erste Ausschreitungen zwischen Linken und der Polizei. Auch Pfefferspray ist im Einsatz. Die Polizei droht damit, die linke Veranstaltung zu beenden, sollte sie nicht friedlich bleiben.

Bei einer Demonstration in Prien sind Einsatzkräfte der Polizei gefordert.

Vorbericht

Es handelt sich um keine politische Veranstaltung. Alle sind herzlich eingeladen“, heißt es in der Veranstaltungsinfo vom ´Bündnis Chiemgau gegen Gewalt´ auf Facebook. Das glauben aber viele nicht, denn es kursiert das Gerücht, dass die AfD dahinter stecken soll. So kam es, dass eine Gegenveranstaltung organisiert wurde - auch am Montagabend, auch in Prien am Chiemsee, nur gut 100 Meter von der ursprünglichen Veramnstaltung entfernt: Während die Veranstaltung vom "Bündnis Chiemgau gegen Gewalt" um 18 Uhr an der Franziska-Hager-Grund- und Mittelschule beginnt, treffen sich die Gegendemonstranten bereits um 17 Uhr am Rafenauer Weiher. Zwischen beiden Veranstaltungen liegt nur der Lidl, vor dem die grausame Bluttat vor einem Jahr ereignete.

Im Gespräch mit chiemgau24.de widerspricht Brigitte Müller vom "Bündnis Chiemgau gegen Gewalt" den Gerüchten: "Das ist keine Veranstaltung der AfD! Es geht nicht um politische Meinungsmache, Parteiabzeichen sind verboten. Aber jeder, der sich an die Regeln hält, darf sich unserer Veranstaltung anschließen."

Anders als angekündigt, soll es sich um keine Märsche handeln. Ganz schweigend, wie angekündigt, wird es wohl auch nicht ablaufen, nicht auf der einen und nicht auf der anderen Seite. So teilte das ´Bündnis Chiemgau gegen Gewalt´ mit, dass es eine Ansprache geben werde. 

Auf deren Veranstaltung auf Facebook haben bis Montagvormittag fünf User ihre Teilnahme zugesagt, wie es in diesem sozialen Netzwerk heißt. 15 haben interessiert bekundet.

Das befürchten offenbar die Gegner der Veranstaltung vom Bündnis. Die Infogruppe Rosenheim veröffentlichte auf ihrer Homepage eine Meldung, dass der Trauermarsch dem rechten Spektrum zuzuordnen sei.

Es braucht wohl nicht viel, um zu erkennen, welch politischer Zündstoff hinter den beiden Veranstaltungen am Montagabend möglicherweise steckt, auch wenn es sich um genehmigte Veranstaltungen handelt. Die Polizei wird mit zahlreichen Kräften vor Ort sein! 

Die Angehörigen von Farimah S. wollen am besten gar kein Gedenken in der Öffentlichkeit. „Maßgebliche Bedeutung hat für uns hier der unbedingte Wunsch der hinterbliebenen Familie nach absoluter Ruhe. Dies zu respektieren ist für uns und sollte für jeden selbstverständlich sein! Unabhängig von jeglicher politischen Ausrichtung werden und möchten wir in keinem Fall und unter keinen Umständen die Instrumentalisierung des Todes von Farimah unterstützen", heißt es in einer Erklärung gegenüber der Chiemgau-Zeitung.

Quelle: rosenheim24.de

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