Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Marktgemeinderat Prien folgt Antrag

Badeplatz in Prien soll aufgehübscht werden

Glitzerndes Wasser auf dem Chiemsee
+
Paddler am Chiemsee (Symbolbild).

Einstimmig sprach sich der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im König-Ludwig-Saal dafür aus, den Badeplatz beim Osternacher Steg am Forellenweg zu verschönern. Wie, darüber gab es unterschiedliche Ansichten.

Prien – Anlass war ein Antrag der Fraktion Bürger für Prien (BfP), die den Bau eines Podests vorschlugen. Die Verwaltung wird laut Beschluss für diesen Bereich ein Konzept entwickeln, muss das aber erst mit dem Freistaat Bayern als Eigentümer sowie der Nachbargemeinde Rimsting abklären, zu der die Fläche gehört.

Mit einfachen Mitteln viel erreichen

In dem Antrag, der den OVB-Heimatzeitungen vorliegt, bezieht sich die BfP auf die „Priener Platzerl “. Die Marktgemeinde habe mit einfachen aber effektiven Maßnahmen verschiedene Orte in Prien zur Geltung gebracht, die zum Verweilen und Genießen einladen. Sie seien ein gutes Beispiel dafür, wie viel Prien biete und wie einfach es oft sei, mit überschaubaren Mitteln aus Bestehendem etwas Besonderes zu machen.

Die BfP wünscht sich nun, diesen Weg weiterzuverfolgen. Eine dieser besonderen Stellen sei der Osternacher Badesteg. Dort beantragt die Fraktion auf der nördlichen Seite des Platzes ein acht Meter langes und 2,50 Meter breites Holzpodest mit Rückenlehne, das im Sommer Platz zum Sonnen und Sitzen bieten soll.

Zweiter Bürgermeister Michael Anner (CSU) sah das Holzpodest als nicht zielführend an, wie er sagte. Damit würden Leute zum länger Verweilen angezogen, er befürchtete „mehr Konflikte“. Dem pflichtete im Laufe der Diskussion Fraktionskollege Gunter Kraus bei: „Für mich ist das ein Schwimmplatz zum schnell mal in den See springen.“

Unansehnliche Bänke werden der Gemeinder nicht recht

Julia Niemeyer (BfP) argumentierte, der Platz könne auch für die Einheimischen attraktiv gemacht werden. Ob es am Ende ein Podest oder mehrere Bänke seien, könne diskutiert werden. Dem pflichtete Johannes Seeliger (BfP) bei. Die Bänke, die sich dort momentan befinden, seien nicht ansehnlich und werden der Gemeinde nicht gerecht. Es gehe darum, Prien schöner zu gestalten.

Angela Kind (Grüne) warf die Frage nach der Verantwortung auf: „Je gemütlicher es wird, umso mehr stehen wir in der Haftung.“ „Wenn es danach ginge, müssten wir ihn als Bootsanlegesteg titulieren und als Badesteg schließen“, entgegnete der Bürgermeister diesem Einwand und ergänzte: „Bei dem Antrag geht es nicht um eine bäderspezifische Einrichtung, sondern um einen Teil der Ortsmöblierung.“

Da die Marktgemeinde diese Fläche vom Freistaat Bayern gepachtet hat und sie auf Rimstinger Gemeindegebiet liegt, wies Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) auf die notwendigen Genehmigungen hin.

Gerhard Fischer (ÜWG) vermutete aus Erfahrung, dass die Schlösser- und Seenverwaltung des Freistaats wahrscheinlich nur mit beweglichen Sitzbänken einverstanden sein werde.

Michael Feßler (CSU) befürchtete mit dem Podest ein „Mallorca-Phänomen“, bei dem sich die Besucher mit Handtücher ihren Platz reservieren und dann von dannen ziehen. „Lieber mehrere kleine Bänke“, war deshalb sein Vorschlag.

Dr. Simone Hoffmann-Kuhnt (Grüne) nannte die Idee mit dem Podest „sehr schön“. Der Badeplatz habe es verdient, schöner gestaltet zu werden. Mülleimer und Radständer sollten verlegt werden. Bei der Positionierung des Podests war ihr wichtig, dass die darauf sitzenden Menschen ins Gehölz schauen und nicht auf die Parkplätze.

Gesamtkonzept statt Einzelmaßnahmen

Gabriele Schelhas (SPD) bezeichnete den Vorschlag der BfP als „wunderbar“. Sie schlug eine geringere Größe und ein Gesamtkonzept vor. Diese Meinung vertrat auch Sonja Werner (Grüne) „statt lauer Einzelmaßnahmen“. Sie sei dafür, diesen Platz „liebevoll und ansprechend“ zu gestalten.

Bürgermeister Friedrich versicherte sich bei der BfP als Antragsteller über die weitere Vorgehensweise, zu diesem kurzfristig eingetroffenen Antrag. Er wolle von der Verwaltung erst die baurechtlichen Möglichkeiten abklären lassen, was Niemeyer als sinnvoll bezeichnete.

Diesem Vorschlag stimmte das gesamte Gremium zu und erklärte sich einverstanden, dass die Verwaltung einen konkreten Vorschlag erarbeiten wird. Dieses wird erneut zur Beratung und zum Beschluss dem Marktgemeinderat vorgelegt.

Kommentare