"Freiheit und Frieden sind uns wichtig"

Gelbe Rosen auf der Demo in Prien am Samstag

Corona Demo für die Grundrechte in Prien am Chiemsee am Sportplatz
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Am 23. Mai demonstrierten Menschen in Prien am Chiemsee für die Freiheit und den Frieden

Prien am Chiemsee - Nach den Protesten an den vergangenen Wochenenden waren auch für Samstag Bayernweit Demonstrationen von Kritikern der Corona-Regeln angemeldet worden. Auch in Prien am Chiemsee versammelten sich wieder viele Menschen, diesmal aber mit anderer Location.

Friedlich und ohne Zwischenfälle versammelten sich am Samstag etwa 45 Demonstranten und mindestens nochmal so viele Zuschauer auf der dritten Demo in Prien am Chiemsee. Die Veranstalter Johanna und Kornelius Fuhrer hatten in Absprache mit dem Landratsamt anders als bei der Demo vor zwei Wochen, die am Marktplatz stattfand, den Sportplatz als Ort gewählt, um die Auflagen besser einhalten und jeglicher Kritik bezüglich der Abstandsregeln entgegenwirken zu können. Es galt: 1,5 Meter Sicherheitsabstand und Maskenpflicht für die maximal 47 Teilnehmer. Für Zuschauer gab es keine Auflagen.


Die Demo begann mit einer Rede von Veranstalterin Johanna Fuhrer in der sie an die Freiheit und den Frieden erinnerte. Ihre Intention sei es "alle Herzen zu berühren und gemeinsam der Wandel zu sein, den wir uns wünschen", so die Pädagogin zu Beginn ihrer Rede. Im zweiten Redebeitrag informierte eine Ärztin über die Impfungen und deren Auswirkungen. Außerdem folgten noch zwei Redebeiträge von Privatpersonen, die ihre Gedanken über die aktuelle Lage vorgetragen haben. Zwischendrin wurden immer wieder Lieder angestimmt.  

Bilder von der Demonstration am Samstag, 23.Mai in Prien

Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb
Bei der Demo am 23. Mai in Prien am Chiemsee ging es um Freiheit und Frieden © jb

"Ich konnte keine Irren ausfindig machen"

Nützliche Links zu Corona:

Veranstalter Kornelius Fuhrer sagte rückblickend: "Der Sportpark ist nicht der Marktplatz. Dennoch gab es trotz der 47 angemeldeten Teilnehmer und Teilnehmerinnen, doch noch viele Zuschauer. Bei den meisten hatten wir das Gefühl, dass diese spontan dazu gekommen sind. Denn im Laufe der Veranstaltung wurden es immer mehr Zuschauer und Zuschauerinnen." Es sei für ihn wie immer eine sehr friedliche Veranstaltung mit einem  repräsentativ gemischten Publikum gewesen. Alle haben sich an die Auflagen gehalten. Der Altersdurchschnitt sei etwas höher und einige Ärzte, Therapeuten und Rechtsanwälte vor Ort gewesen. "Ich denke was kristallklar geworden ist, dass keine Rechten, Linken oder sonstige Radikale mit Gewaltpotenzial oder menschenverachtenden Gedankengut vor Ort waren. Ein persönlicher Eindruck und aufgrund der Gespräche mit den meisten Menschen im Anschluss konnte ich auch keine Irren, Unverantwortlichen oder sonstige medialen Etikettierungen ausfindig machen", so Fuhrer.

"Unsere Rednerinnen und Redner haben in der Schlüsselbotschaft auch klar herausgearbeitet, dass uns Freiheit und Frieden im Chiemgau, unserer Heimat, wichtig ist und wir den Fokus hier setzen, aber Menschen überall auf der Welt vor allem in der ärmeren Ländern noch viel stärker betroffen sind. Bspw. verhungert laut UNICEF alle zehn Sekunden ein Kind. Es wird angenommen, dass die Corona-Krise diesen traurigen Sachverhalt weiter verschärft. Freiheit endet bei uns nicht für den Menschen und seinen Grundrechten, sondern schließt auch die Tiere und Pflanzen mit ein. Wenn Geld Macht ist, dann wollen wir aufrufen, diese Macht zu nutzen und unser Geld nur noch denen geben, die mit ihrer Arbeit unsere Erde zu einem lebenswerten Ort machen und alle Wesen respektieren." Der berührendste Moment sei für den Veranstalter gewesen, als zum Schluss eine ältere Dame aus dem Publikum ihnen und den Polizeibeamten, die die Veranstaltung absicherten, gelbe Rosen schenkte. 

Neben der vielen Kritik ernteten die Demonstranten am Sonntag auch ein Lob von ganz oben: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hält die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen für das Zeichen einer lebhaften Demokratie. „Die Demonstrationen zeigen, dass unsere Gesellschaft eine offene ist“, sagte Schäuble der „Welt am Sonntag“.

jb

Quelle: rosenheim24.de

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