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Neue Anbaufläche für 2022 gesucht

Der Gemeinschaftsgarten im Priener Eichental gedeiht prächtig

Reinhard Hell, Ilse Runggaldier, Gerda Reichel, Ulrich Steiner mit Sohn Johann, Elke Bohm, Michael Götzinger, Christine Bartel, Sabine Gentner, Heike Schultes und Reinhard Schmaußer (von links).
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Reinhard Hell, Ilse Runggaldier, Gerda Reichel, Ulrich Steiner mit Sohn Johann, Elke Bohm, Michael Götzinger, Christine Bartel, Sabine Gentner, Heike Schultes und Reinhard Schmaußer (von links).

Karotten, Kohl, Salat aus dem eigenen Garten: Nicht jeder hat die Fläche dazu. Deshalb hat Ulrich Steiner heuer das Projekt Gemeinschaftsgarten ins Leben gerufen. Die erste Saison ist vorüber und alle 16 Teilnehmer sind begeistert und wollen das Projekt fortsetzen. Was fehlt, ist ein Grundstück.

Prien – Weder Schnecken noch das extreme Wetter haben die Pläne durchkreuzen können: Im Priener Eichental wird nach wie vor unermüdlich geharkt, gejätet und geerntet. 16 Priener ackern dort seit Mai in ihrem 500 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten, der erste Sommer ist vorüber, die Arbeit trägt Früchte. Vor kurzem wies ein Fachmann die Hobbygärtner sogar ein, wie sie aus Weisskohl Sauerkraut machen können. Jetzt ist das Projekt auf der Suche nach einer neun Fläche fürs kommende Jahr.

Miteinander der Generationen und Kulturen

Die Initiative für den Gemeinschaftsgarten ergriff der Grünen-Marktgemeinderat Ulrich Steiner. Er betreut das Projekt. Jeder der Gartler darf rund 30 Quadratmeter Boden bewirtschaften. Er resümiert nach der ersten Saison: „Für mich ist das ein rundum schönes Vorhaben, das Lust auf mehr macht: mehr Miteinander in den Generationen und Kulturen, mehr Gemüsesorten und Blumen, und mehr lernen beim Gartenbau und Ökologie.“

Er fährt fort: „Ich glaube, alle Gartler haben gemerkt, dass es Freude macht, eigene Lebensmittel anzubauen. Wir sind uns auch bewusst geworden, wie sehr wir auf eine funktionierende Landwirtschaft angewiesen sind.“ Gartlerin Anna Kohl berichtet gegenüber den OVB Heimatzeitungen von einem „sehr erfolgreichen Gartenjahr“. Es sei zutiefst befriedigend zu sehen, dass mit ein bisschen Arbeit so viele tolle Lebensmittel entstanden seien. Je nachdem, was auf dem Feld herangereift ist, entscheide sie, was sie kochen wolle. Entstanden sei immer etwas Leckeres, zum Beispiel ein Borretsch-Pesto.

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Von einer angenehmen Gartengemeinschaft und spaßigen gemeinsamen Stunden berichten Christine und und Michael Grötzinger. „Ich fand an dem Projekt toll, dass wir relativ spontan gestartet sind und trotzdem die Beete das ganze Jahr über seit den Eisheiligen belegen konnten“, resümiert Moritz Schmalhorst. Er habe sich gefreut, dass sein Vorschlag, die Fläche biologisch zu bewirtschaften, angenommen worden sei.

Er habe als Gärtnermeister lediglich die Planung übernommen, Beete vorbereitet und Jungpflanzen produziert. „Die ganze Pflege wurde von den allermeisten sehr ordentlich übernommen“, so Schmalhorst. Enttäuschend sei lediglich gewesen, dass nicht immer alles geerntet worden sei. Von daher schlägt er vor: „Schön wäre es, wenn Ernte-Überschüsse an Freunde, Nachbarn, gemeinnützige Organisationen gehen und Lebensmittelverschwendung vermieden würde.“ Er zeigt sich beeindruckt von der Schönheit und Vielfältigkeit des Gartens. Die lokale Lebensmittelerzeugung auf biologische, ausbalancierte Art und Weise sei das gesündeste für die Umwelt.

„Die Menge der Ernte war eine große Überraschung!“

Eleonore Maier brachte bereits Erfahrung aus unterschiedlichen anderen Projekt mit. Für sie sei die Menge ihrer Ernte eine sehr große Überraschung gewesen und wie gut alles gewachsen sei. „Ich würde mich riesig freuen, wenn dieses Projekt in Prien weiter gehen würde. Es ist Zeit, dass wir uns wieder mehr der Natur nähern“, so Maier.

„Trotz extremer Wetterperioden wie Hitze im Frühsommer und danach lange Regenperiode ist alles überraschend gut gewachsen“, beschreibt Elke Bohm den zurückliegenden Sommer und fügt hinzu: „Klasse war auch, dass wir uns gegenseitig unterstützen konnten mit gießen, bepflanzen und Erntetausch.“ Nicole Burlefinger sagt: „Überraschend war für mich, wie gut alles trotz wenig gießen und Pflege wächst, wie schön es sein kann, der Natur ihren freien Lauf zu lassen. Zudem empfinde ich die Gartenarbeit als äußerst meditativ.“

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Und Heike Schultes erklärt: „Es ist von Anfang an jedes Mal ein Erlebnis in den Garten zu kommen und zu sehen wie alles wieder ein Stück gewachsen ist.“ Zuerst sei gemeinsam das Feld bearbeitet, gepflanzt und dabei fleißig mit den Händen in der Erde gewühlt worden. „Ich war überwältigt, wie schnell dann alles wuchs und direkt frisch auf den Tisch kam. Was gibt es besseres als den eigenen Salat oder das Gemüse zu genießen ... Der Gemeinschaftsgarten muss weiterleben.“

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