Eklat im Priener Marktgemeinderat:

Bürgermeister Seifert: "Kindergarten!"

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Bürgermeister Seifert (links) entzog Alfred Schelhas (SPD) das Wort.

Prien - Ein Antrag der CSU-Fraktion hat in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates für einen Eklat gesorgt. Bürgermeister Seifert wies Alfred Schelhas (SPD) lautstark zurecht und entzog ihm das Wort.

Wie die Chiemgau-Zeitung am Mittwoch berichtet, möchte die CSU-Fraktion, dass vier Grundstücke an der Holunderstraße aus der Chiemsee-Schutzverordnung herausgenommen werden. Dies wäre die Voraussetzung, um ein Genehmigungsverfahren einleiten und Baurecht schaffen zu können.

Für die Zuhörer im Sitzungssaal stellte sich die Diskussion laut Chiemgau-Zeitung zunächst so dar, als ob es keinen konkreten Anlass für den Vorstoß gab. Als Schelhas die Grundsatzdiskussion aber als "ein bisschen scheinheilig" bezeichnet habe, weil es "natürlich konkretes Interesse", also Bauwünsche gebe, soll ihm Seifert mit einem Faustschlag auf den Tisch in die Parade gefahren sein und lautstark über einen "Kindergarten" geschimpft haben. Seifert habe Schelhas schließlich das Wort entzogen - was dieser beleidigt mit der Bemerkung "Dann kann ich ja gleich heimgehen" kommentiert haben soll. Weil Seifert dann umgehend Georg Fischer (CSU-Fraktion/parteilos) aufgefordert habe, den Sitzungstisch zu verlassen, hätten auch unbeteiligte Zuhörer ahnen können, um wessen Wiesen es eigentlich ging.

Nachdem die Stimmung im Marktgemeinderat noch eine Weile angespannt blieb, wurde über den CSU-Antrag abgestimmt. Mit 15:6 Stimmen sprach sich das Gremium dafür aus, die Herausnahme der vier Grundstücke an der Holunderstraße aus der Chiemsee-Schutzverordnung zu beantragen. Nun liegt die Entscheidung beim Landratsamt in Rosenheim.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de sowie in der Chiemgau-Zeitung.

Quelle: rosenheim24.de

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