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Mitarbeiter und Gäste überglücklich

Endlich wieder „Türen auf“ für Priener Hotels

Nach sechsmonatigem Lockdown: Beherbergungsbetriebe in der Marktgemeinde Prien sind mit dem Verlauf der Öffnungsphase zufrieden.

Prien – Plötzlich ging alles ganz schnell, und das noch vor den Pfingst-Feiertagen.Die 7-Tage-Inzidenzzahlenrutschten im Landkreis Rosenheim schneller als erwartet deutlich unter die 100er Marke und blieben darunter. Das hieß speziell für die coronagebeutelte Hotellerie: Türen auf und herein mit den Gästen. Einerseits sorgte das auch in Prien für gute Stimmung in den Beherbergungsbetrieben, aber kurzzeitig auch für Stress, wie die Chiemgau-Zeitung bei Anfragen erfuhr.

Betrieb anfangs nicht rund gelaufen

So wie im Hotel Neuer am See in Prien-Stock: „Wir sind seit Pfingstsamstag komplett ausgebucht“, freute sich Inhaber Andreas Neuer. Allerdings sei der Betrieb in den ersten Tagen nicht ganz rund gelaufen. „Wir hatten nach der Wiederöffnung Fehlbuchungen aus dem Herbst zu bearbeiten, weil die Gäste nach dem Lockdown vergessen hatten, die Zimmer zu stornieren. Es standen aber auch Gäste vor der Tür, die sich im Datum geirrt haben“, so Neuer. „Das war schon eine Herausforderung für alle, weil wir innerhalb von 24 Stunden einen Kaltstart von Null auf Hundert hinlegen mussten. Dennoch ist die Stimmung im Team gut.“

90 Prozent der Mitarbeiter gehalten

Etwa 90 Prozent seiner Mitarbeiter habe er halten können, weil das Hotel in den vergangenen Monaten Geschäftsreisenden zur Verfügung stand. Gerne würde er etwas aufstocken, „aber die Nachfrage nach Jobs in der Gastronomie ist momentan sehr übersichtlich, es gibt nur wenige Bewerbungen“, bedauerte Neuer.

Also legt der Hotel-Chef selbst Hand an, „stets und ständig und in allen Abteilungen, von der Spülküche über die Frühstücksbedienung bis zur Rezeption und Hausmeistertätigkeit“, wie er schmunzelnd verrät.

Die Gäste erlebe er völlig entspannt, auch in Hinsicht der erforderlichen Corona-Testverpflichtung. Neuer: „Das Prozedere läuft einfacher und reibungsloser als gedacht, sie sind froh, dass sie wieder reisen dürfen.“

Personalsituation heuer für alle eng

Das hat auch Felix Löhmann beobachtet, der das direkt am Hafen der Chiemseeschifffahrt gelegene Hotel Luitpold am See leitet. Inhaber ist die Schlosshotel Herrenchiemsee GmbH, Felix Löhmann ist Prokurist. „Ein älterer Hotelgast war sogar den Tränen nahe, als er nach so langer Zeit zum ersten Mal wieder in einem Biergarten ein Helles vor sich stehen hatte.“ Der Hotelbetrieb sei ruhig angelaufen. „Es gab keinen erschlagenden Gäste-Ansturm. So hatten wir Zeit, uns vorzubereiten“, erklärte Löhmann. „Am Pfingstwochenende waren etwa ein Drittel unserer 136 Betten belegt.“

Die Personalsituation sei heuer im Bereich der Servicemitarbeiter recht eng, weil sich viele aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen in der Gastronomie beruflich umorientiert hätten. „Im Hotelbereich konnten wir unser Kernteam halten und um eine Mini-Job-Stelle erweitern, fürs Zimmerpersonal suchen wir derzeit zwei Mitarbeiter“, so Löhmann. Die Stimmung sei gut, „alle sind euphorisch und freuen sich darauf, dass es endlich wieder losgeht“.

Buchungen laufen langsam an

Diese positive Aufbruchstimmung in seinem Team bestätigte uns auch Hotelier Johannes Seliger, der das Garden Hotel & Restaurant Reinhart führt. „Wir konnten unsere Mitarbeiter aus dem letzten Jahr unter anderem über Kurzarbeit und Öffnung des Hotels für Geschäftsreisende halten“, sagte Seliger. „Unser Hotel ist geöffnet, das Restaurant derzeit nur für die Hotelgäste. Die Buchungen laufen langsam an. Das liegt aus unserer Sicht vor allem an dem von den Behörden vorgegebenen Regelwerk, das recht unübersichtlich ist und viele Gäste nach wie vor verunsichert.“

„Pforten auf“ für die ersten Gäste hieß es im Yachthotel Prien an der Harrasserstraße nachmittags am Pfingstsamstag. „Über die Feiertage waren nahezu 75 Prozent der 200 Betten belegt“, freute sich Geschäftsführerin Katharina Reh-Essiger.

Gute Stimmung gibt‘s auf beiden Seiten

Während des Lockdown habe das Hotel nur wenig Personal verloren, „sodass wir jetzt mit einer guten Mannschaftsstärke antreten konnten“. Das eine oder andere Startproblem habe es zwar gegeben, allerdings nicht bemerkbar für die Gäste. Gute Stimmung erlebe sie auf beiden Seiten, betonte die Geschäftsführerin. „Deutlich zu merken ist, dass beide Seiten mittlerweile sehr coronaerfahren sind und die Hygieneregeln problemlos einhalten. Bei der Wiederöffnung nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr lief das nicht so gut ab.“

Rubriklistenbild: © Barbara Gindl / dpa

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