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Prienavera & Co.

Freibäder dürfen öffnen - Euphorie an den Priener Badeplätzen hält sich noch in Grenzen

Pünktlich zu Beginn der Pfingstferien dürfen die Freibäder in Bayern wieder öffnen. Angesichts des miesen Wetters ist die Resonanz am Priener Chiemseeufer eher mäßig.

Prien – Der Duft von Sonnencreme liegt in der Luft. Kleine Kinder pritscheln jauchzend im seichten Wasser, begleitet von aufmerksamen Blicken ihrer Eltern, die sich danach sehnen, ganz in Ruhe ein bisschen weiter raus zu schwimmen.

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Viele Priener fragen sich vor den Pfingstferien, wann sie wieder in diesen Genuss kommen. „Das müssen Sie Herrn Söder fragen“, antwortet Dirk Schröder, Geschäftsführer des Prienavera. Zwar hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, dass Freibäder ab 21. Mai öffnen sollen dürfen. Nur fehlt bislang eine konkrete Verordnung dazu. Und somit wissen die Betreiber von Freibädern nicht, wonach sie sich konkret richten sollen.

Ankündigung hilft Prienavera nicht

Ein bis zwei Tage Vorlauf brauche der Betrieb im Strandbad des Prienavera, bevor sie öffnen können, sagt Schröder. „Wir machen gerade Dienstpläne für mehrere Szenarien, sodass wir möglich schnell reagieren können“, sagt der Geschäftsführer. Wobei es eben stark auf die Verordnung ankomme, die wiederum auf andere rechtliche Regelungen verweise: „Da muss man sich erst mal einlesen.“

15 Grad hat der See

Selbst wenn das Strandbad im Prienavera ab Freitag seine Türen öffnen sollte - bei der derzeitigen Wettervorhersage erwartet Schröder nicht allzu viele Gäste. „Wir richten uns nicht nur nach der Verordnung, sondern in erster Linie danach, wie das Wetter wird. Wenn wir aufmachen und es schüttet und ist kalt, dann kommt ja eh keiner.“ Der Chiemsee habe derzeit eine Wassertemperatur von 15 Grad - eher etwas für Hartgesottene.

IT hat gut zu tun

Egal wie lange es dauert, die Mitarbeiter des Prienavera sehnen sich nach „endlich wieder Action“. Ein Einchecken via Luca App wolle das Prienavera nicht anbieten. Derzeit tüftele der Kassenentwickler an einem Online-Reservierungssystem mit integriertem Bezahlvorgang.

„Denn sonst reservieren die Leute und kommen dann nicht“, sagt Schröder. Er rechnet damit, dass sich der Sommer wie im vergangenen Jahr entwickeln werde. Damals sei auch nach einigen Wochen die Öffnung der Hallenbäder und Saunen gefolgt.

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Am Schöllkopf spielen die Öffnungen keine Rolle. Denn Pächterin Christina Kunz betreibt nur den Kiosk und den auch nur am Wochenende. „Eigentlich mache ich nur bei schönem Wetter auf, aber in den vergangenen Wochen waren auch Leute da, als es nicht so schön war“, erzählt sie.

Der Schöllkopf sei kein Freibad im rechtlichen Sinne und daher von der Öffnungsverordnung gar nicht betroffen. Sie selbst vermiete lediglich ein paar Umkleidekabinen: „Die sind aber schon weg, seit Ostern sind sie an Priener dauervermietet.“

Kioskverkauf hilfreich

Dass die Freibäder wieder öffnen dürfen, spielt auch im Schraml-Bad letztlich keine Rolle. Denn wie der Schöllkopf handelt es sich um ein frei zugängliches Naturbad, erklärt Betreiber Manfred Eckerl. „Wir hatten Glück, weil wir einen Kiosk haben, da hat es andere Betriebe viel schlimmer getroffen“, sagt er. Zwar ohne Außenbestuhlung, die nicht erlaubt war, aber viele Gäste haben ein Picknick auf der Wiese gemacht, sagt Eckerl.

Traunsteiner Inzidenz für Bootsverleih

Seit Kurzem sei auch der Verleih der Boote wieder erlaubt, weil sie Sportgeräte sind. Mit einem kuriosen Aspekt: Weil der Chiemsee mit seiner Fläche zum Landkreis Traunstein gehört, müssen sich Bootsverleiher nach der Inzidenz im Landkreis Traunstein richten.

Auch für Eckerl ist das Wetter ausschlaggebend. „Wenn es regnet, rentiert es sich nicht“, sagt er. Trotz der schlechten Vorhersage ist Eckerl optimistisch im Hinblick auf den Sommer, er hofft auf eine Saison wie im vergangenen Jahr.

Wie am Stachus in München

Und auf die Vernunft der Leute: „Wir verlangen keinen Eintritt, daher können wir die Besucherzahlen nicht über eine Zugangsbeschränkung regulieren. Das ist bei uns wie am Stachus in München“, erklärt Eckerl. Eine Schwelle sei der Parkplatz, der eben auch nur eine bestimmte Zahl an Autos fassen könne.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa/Symbolbild

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